Aktuelles und Presse

Workshops zum Thema "Unterstützung auf Augenhöhe? Rassimus- und machtkritische Praxisreflexion"

Per se haben erwachsene Begleiter*innen junger Geflüchteter eine machtvolle Position gegenüber dem hilfesuchenden jungen Menschen. Alter, Staatsangehörigkeit, Wissen über gesellschaftliche Strukturen, Deutschkenntnisse und andere Merkmale strukturieren das Beziehungsverhältnis zwischen Unterstützer*in und jungem Geflüchteten. Kann ich einen jungen Geflüchteten überhaupt auf Augenhöhe begleiten?

Die Workshops laden ein sich zunächst gesellschaftlicher Machtstrukturen bewusst zu werden und eigene Perspektiven und Handlungen kritisch in den Blick zu nehmen. In einem zweiten Schritt werden lösungsorientiert Strategien entwickelt wie dennoch eine diskriminierungssensible Begegnung und partizipative Zusammenarbeit gestaltet werden kann.

Bitte gib bei der Anmeldung deinen Erfahrungshintergrund/ deine gesellschaftliche Positionierung an (z.B. Weiß, Schwarz, People of Color, Migrationsgeschichte).

Dienstag, 12. Juni und 26. Juni, jeweils 18:00 - 21:00 Uhr

Kulturzentrum Lagerhaus, 3.OG

Referent*in: Samuel Njiki und Kim Annakathrin Ronacher (Lidicehaus)


Unsere Schulungen richten sich an Engagierte bei Fluchtraum; aber auch Haupt- und Ehrenamtliche anderer Institutionen sind herzlich eingeladen. Macht also gerne auch in eurem Umfeld darauf aufmerksam!

Die Teilnahme ist für Vereinsmitglieder kostenlos. Alle anderen bitten wir um eine Spende von 5€. Eine Kostenbefreiung ist nach Absprache möglich.

Anmeldung per Mail an info@fluchtraum-bremen.de oder telefonisch unter 0421-8356153. 

"Wir wollen nicht länger wie in einem offenen Gefängnis leben"

Einladung zum ersten Treffen des Aktionsbündnisses zur Schließung der Zeltunterkunft für Geflüchtete in der Gottlieb-Daimler-Straße in Bremen

Donnerstag, 03.05 um 19 Uhr im Gemeindezentrum Zion, Kornstraße 31

Das Aktionsbündnis zur Schließung der Gottlieb-Daimler-Straße besteht aus Bewohnern der Unterkunft sowie solidarischen Unterstützer*innen. Das klar formulierte Ziel ist die längst überfällige Schließung der Zeltunterkunft sowie die Verbesserung der Situation der jungen Bewohner. Um der Forderung mehr Nachdruck zu verleihen und effektive Aktionen planen und durchführen zu können, lädt das Bündnis nun zu einem ersten offenen Treffen ein.

Die ehemalige Notunterkunft befindet sich abgelegen neben den Stahlwerken in Oslebshausen. Die Lebensbedingungen in den großen Metallzelten sind katastrophal. 90 Jugendliche leben zusammengepfercht in einem großen Metallzelt, die einzelnen "Zimmer" sind nur notdürftig unterteilt, man hört alle Geräusche, das Heizlüftungssystem ist laut und trocknet die Luft aus und im Sommer werden die Zelte unaushaltbar warm.

Die Unterkunft sollte schon seit langem geschlossen werden, wurde dann aber von der Stadt überraschend zur offiziellen Landesaufnahmestelle umdefiniert. Untergebracht werden dort fast ausschließlich Jugendliche, deren Minderjährigkeit von der Behörde nicht anerkannt wird und die gegen diese Entscheidung geklagt haben. Sie leben fünf, sechs, manchmal auch mehr als 12 Monate dort, haben keine Schule, keine Beschäftigung, keinen Kontakt. Trotz massiver Kritik und Versuchen, die Unterkunft zu schließen, hält die Sozialbehörde an ihr fest. Die Debatte in der Bürgerschaft bestätigte den Eindruck, dass die Jugendlichen dafür bestraft werden sollen, dass sie sich gegen die behördliche Altersfestsetzung zur Wehr setzen und von ihrem Recht Gebrauch machen, dagegen zu klagen.

Die Bewohner und solidarischen Unterstützer*innen wollen das nicht länger hinnehmen! Die Schließung der Gottlieb-Daimler-Straße ist längst überfällig!

Wir von Fluchtraum Bremen e.V. sind auch mit dabei und freuen uns über alle, die an dem Treffen teilnehmen. Wir freuen uns auch, wenn diese Einladung geteilt und weitergeleitet wird.


Schulungsprogramm im Frühling 2018

Fluchtraum lädt ein zu einem neuen Schulungsblock mit folgenden spannenden Themen:

  • 19. April: Mein Mentee/mein Mündel & ich - Gute Beziehungsgestaltung mit Katrin Lange (Psychologin)
  • 25. April: Jugendhilfe und Sozialrecht für junge Geflüchtete mit Max Gabel (Fluchtraum Bremen e.V.), Christine Krohne (BeBeE)
  • 2.Mai: Von der Schule in Ausbildung und Beruf - junge Geflüchtete im Übergang mit Markus Saxinger (bin)
  • 14.Mai: Immer "on" - jugendliche Medienwelten mit Markus Gerstmann (ServiceBureau Jugendinformation)
  • Außerdem: Unterstützung auf Augenhöhe? Rassimus- und machtkritische Praxisreflexion (2 Workshops) (Termine werden zeitnah bekannt gegeben über unsere Homepage, Facebook und unseren Newsletter)


Genauere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier.


Die Veranstaltungen richten sich an Engagierte bei Fluchtraum, aber auch an Haupt- und Ehrenamtliche anderer Institutionen. Macht also gerne in eurem Umfeld darauf aufmerksam oder kommt gemeinsam mit euren Mentees/ Mündeln!
Die Teilnahme an den Schulungen ist für Vereinsmitglieder kostenlos. Alle anderen bitten wir um eine Spende von 5€ pro Veranstaltung. Eine Kostenbefreiung ist nach Absprache möglich.

Für freuen uns über Anmeldungen für einzelne oder alle Veranstaltungen per Mail an info@fluchtraum-bremen.de oder telefonisch unter 0421-8356153. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.


"So geht Krankenhaus"

Ein Infotag für junge Geflüchtete

Neugierig darauf, wie Krankenhaus geht? Und welche Ausbildungen man dort machen kann?

Das Klinikum Links der Weser lädt am 13. April (9 bis 13 Uhr) junge Geflüchtete zu einem Infotag ein.
Krankenhäuser bieten interessante Ausbildungs- und Berufsperspektiven! Auszubildende der Geno begleiten auf einem Rundgang durch das Krankenhaus und stellen unterschiedliche Berufe vor. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Essen und die Möglichkeit sich auszutauschen.

Anmeldung bis 10. April und weitere Infos bei uns unter:
info@fluchtraum-bremen.de
0421-8356153
Es gibt 6 Plätze.

Der Infotag wurde gemeinsam von Fluchtraum Bremen e.V. mit der Gesundheit Nord, Klinikverbund Bremen und dem Schulzentrum Sek II Vegesack vorbereitet.

Wichtige Info: Der 13. April ist ein Schultag. Bitte informiert vorab eure*n Lehrer*in! Die Geno erstellt eine Teilnahmebescheinigung, die später in der Schule vorgelegt werden kann.

Hier auch der Flyer zur Veranstaltung.


Fluchtraum unterzeichnet Positionspapier zu Qualitätsstandards und guter Versorgung von geflüchteten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Die Versorgungsplanung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen wird immer stärker vor dem Hintergrund „sinkender Fallzahlen“ (so der offizielle Ausdruck für die Tatsache, dass es immer mehr Geflüchtete nicht mehr schaffen, im Bremer Hilfesystem anzukommen bzw. aufgenommen zu werden) diskutiert. Immer wieder entsteht der Eindruck, dass Erreichtes in der Versorgung und Begleitung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen wieder zurückgefahren werden soll und der notwendige Ausbau von Hilfen immer schwerer durchzusetzen ist.

Seit nunmehr fast zwei Jahren treffen sich Fachleute aus den psychiatrischen Diensten, von freien Trägern der Jugendhilfe, von Beratungsstellen und niedergelassene Psychiater_innen und Psychotherapeut_innen regelmäßig zum Fachaustausch. Aus diesem Austausch ist das vorliegende Papier entstanden. Es bündelt die Erfahrungen der letzten Jahre in der Versorgung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen und beschreibt Qualitätsstandards, die aus Sicht der Fachleute notwendig sind, um die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu stärken bzw. zu erhalten. In einer ersten Runde wurde dieses Papier im vergangenen Oktober bei Ämtern und Behörden (Gesundheit und Soziales) sowie bei verschiedenen Akteuren und Kooperationspartner_innen im Bereich der Jugendhilfe verbreitet.

In einer zweiten Runde im Frühjahr diesen Jahres hat Fluchtraum Bremen das Positionspapier ebenfalls unterzeichnet.

Das Positionspapier finden Sie hier.


Filmprojekt „Mein Mentor – dein was?“ in Kooperation mit dem Bremer Jugendring

 …weitere Teilnehmer gesucht!

Fluchtraum Bremen e.V. führt in Kooperation mit dem Bremer Jugendring seit Februar 2018 ein Filmprojekt mit jungen Geflüchteten durch. Ziel des Projekts ist es, die Perspektive von jungen Geflüchteten auf ehrenamtliche Mentorenschaft und Vormundschaft in den Vordergrund zu rücken und sie als Expert*innen zu Wort kommen zu lassen. Dabei wird die Perspektive derjenigen, denen Rassismus und menschenfeindliche Ausgrenzung begegnet, auf Engagement, Solidarität mit Geflüchteten, Willkommenskultur etc. erarbeitet, dokumentiert und veröffentlicht. Ein "Sprechen über" wird umgedreht und die Jugendlichen treten als Akteur*innen in Erscheinung.

Den Film möchten wir nach Fertigstellung als Imagefilm verwenden, um für ehrenamtliches Engagement zu motivieren und für die Perspektive der Jugendlichen zu sensibilisieren. Geplant ist ein Einsatz im Vorprogramm von Programmkinos, in Schulen, Uniseminaren und bei Infoabenden und Schulungen mit Ehrenamtlichen.

Im Arbeitsprozess wird ein partizipativer Ansatz umgesetzt: Die Teilnehmenden entscheiden selbst über Umfang, inhaltliche Schwerpunkte und Gestaltung. Sie werden durch eine Honorarkraft des Bremer Jugendrings begleitet. Medienpädagog*innen führen Themenworkshops (z.B. Storytelling, Filmen, Schneiden) durch.

Am Sonntag, den 18.03.2018 hat von 10 bis 18 Uhr der erste Kameraworkshop mit Medienpädagogen von „vomhörensehen“ erfolgreich im Lagerhaus stattgefunden.
Interessierte können weiterhin zum Projekt dazu kommen – meldet euch dazu unter info@fluchtraum-bremen.de

Das Projekt wird gefördert durch Mittel des Bundesprogramms „Demokratie leben“ im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Bremen Mitte und sowohl personell als auch finanziell unterstützt durch den Bremer Jugendring. Vielen Dank dafür!


Erfolgreiche Spendenaktion "Run 45"

Emin da Silva läuft zugunsten von Fluchtraum 45 Stunden auf einem Laufband

Am 02. Februar 2018 ist die vom Extremsportler Emin da Silva initiierte Spendenaktion "Run 45" zu Ende gegangen. Zu seinem 45. Geburtstag lief der Extremsportler im Weserpark 45 Stunden auf einem Laufband und konnte Spenden für den Sportgarten und Fluchtraum Bremen e.V. sammeln.

Die zwei Laufbänder zu seiner Rechten und Linken waren nahezu immer besetzt. Bremer Sportler*innen und bekannte Persönlichkeiten wie Willi Lemke und Marco Bode von Werder Bremen oder der sechsmalige Marathonsieger Oliver Sebrantke liefen an seiner Seite, um ihn zu unterstützen. Auch Fluchtraum Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen ließen es sich nicht nehmen, für ein paar Minuten auf das Laufband zu springen. Schon nach kurzer sportlicher Betätigung wurde uns klar, wie anstrengend es sein muss fast zwei ganze Tage am Stück in Bewegung zu sein.

Dagmar Koch-Zadi und Claudia Schmitt-Alvarez von Fluchtraum Bremen im Gespräch mit Emin da Silva (Foto: Claudia Kunze)

Dagmar Koch-Zadi und Claudia Schmitt-Alvarez von Fluchtraum Bremen im Gespräch mit Emin da Silva (Foto: Claudia Kunze)

Als Emin da Silva dann nach fast zwei Tagen mit nur 45 Minuten Pause vom Laufband stieg, war die Aufmerksamkeit groß - trotz Erschöpfung und Schlafmangel beantwortete er  aufmerksam alle Fragen, nahm Blumensträuße entgegen und stieß mit einem Glas Sekt auf die erfolgreiche Aktion an.

Wir gratulieren Emin da Silva an dieser Stelle noch einmal für den erfolgreichen Abschluss seines Ausdauermarathons und bedanken uns herzlich für die gelungene Aktion im Weserpark.

Hier finden Sie zudem die Berichterstattung im Weserkurier und auf der Webseite von Emin da Silva.


„Engagement befreundet“ - Die Bremer Freiwilligenbörse Aktivoli

Am 18. Februar findet im Bremer Rathaus die Freiwilligenbörse Aktivoli statt. Alle, die sich für ein Engagement interessieren, können hier fündig werden. Wir präsentieren von 11 bis 17 Uhr Engagement-Möglichkeiten bei Fluchtraum Bremen e.V. und freuen uns über Ihren Besuch an unserem Stand. Der Eintritt zur Aktivoli ist frei. Außerdem gibt es ein Büffet in der oberen Rathaus-Etage und ein Programm mit Gesprächsrunden und Vorträgen. Und eine Kinderbetreuung.

Das umfangreiche Programm und weitere Informationen zur Aktivoli finden Sie hier.


Spendenaktion zu Gunsten von Fluchtraum Bremen

Run 45 - 45 Jahre leben und wirken • 45 Stunden laufen und helfen“

Extremsportler Emin da Silva macht sich mit seinem „Run 45“ ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art.

Mit seiner Aktion unterstützt Emin da Silva das Engagement von Fluchtraum Bremen e.V. Der Spendenerlös kommt Fluchtraum Bremen e.V. und dem Sportgarten Bremen zugute.

Als Jugendbetreuer beim ASB ist Emin da Silva Fluchtraum Bremen e.V. schon länger bekannt. An viele der minderjährigen Geflüchteten, die in Einrichtungen des ASB leben, hat Fluchtraum Bremen e.V. ehrenamtliche Vormund*innen oder Mentor*innen vermittelt. Für die jungen Geflüchteten sind die Ehrenamtlichen eine wichtige Vertrauensperson, die sie im Alltag unterstützen und begleiten. Zu seinen Sommerfesten lädt der ASB auch die ehrenamtlich Aktiven ein. Dort trifft man auch auf Jugendliche, die inzwischen volljährig geworden sind und inzwischen ihren Weg gehen (eigene Wohnung, Ausbildung etc.).

Fluchtraum Bremen lädt alle Engagierten ein, Emin da Silva bei seinem „Run 45“ zu unterstützen.

Emin da Silva läuft vom 31. Januar 17.45 bis Freitag 02. Februar 14.45h im Weserpark (neben der Centerinformation“. Mitläufer*innen sind herzlich willkommen. Fluchtraum Bremen e.V. freut sich über Spenden. Mit dem Erlös des „Run 45“ werden junge Geflüchtete und ehrenamtlich Aktive bei Fluchtraum Bremen e.V. unterstützt.

Den umfangreichen Ankündigungsflyer finden Sie hier.


Handlungsbedarf und Forderungen im Übergang Schule Beruf bei jungen Gefüchteten

Ergebnisse der Veranstaltung „Zukunft möglich machen“ vom 22.11.2017

Am 22.11.2017 fand im Domkapitelsaal die Veranstaltung „Zukunft möglich machen“ zur Situation von jungen Gefüchteten im Übergang Schule Beruf statt. Anwesend waren zahlreiche Fachpersonen aus Jugendhilfe, Beratung, Schule sowie junge Gefüchtete und ehrenamtliche MentorInnen und VormündInnen. Auf dem Podium saßen vier ExpertInnen aus unterschiedlichen Bereichen: Sandra Pilster (BOSP Lehrerin an der ASB Walle), Claudia Jacob (Beraterin bei BIN), Jochen Kriesten (Leiter des Referates Ausbildung und Praktikum des AFZ) und Rebecca Karbaumer (ehrenamtliche Vormündin eines jungen Gefüchteten aus Guinea).
Anhand der Berichte der ReferentInnen und den Beiträgen des Fachpublikums konnten Bedarfe in den folgenden Bereichen ermittelt werden. Große Übereinstimmung herrschte in der Forderung nach einer strukturellen, ressortübergreifenden Lösung, die den jungen Gefüchteten eine Perspektive gibt und somit Zukunft möglich macht.

Die wesentlichen Punkte umfassen dabei sowohl Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitische als auch aufenthaltsrechtliche Bedarfe:

Das Recht auf Schulbildung über das 18. Lebensjahr hinaus.
Die Einführung eines Schulbesuchsrechts über das 18. Lebensjahr hinaus (nach bayrischem Modell) mit der Möglichkeit eine qualifzierte Berufsbildungsreife zu erlangen.

Ressourcenorientierte und qualifzierte Bildungsgänge ermöglichen.
Dazu gehört eine kontinuierliche Begleitung und eine quantitativ und qualitativ zuverlässige Struktur, die sich an den Bedarfen und Ressourcen der Jugendlichen orientiert, insbeondere im Bereich der Berufsschulen.

Aufenthaltsrechtliche Sicherheit während der schulischen als auch dualen Ausbildung schaffen. Die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis gemäß § 25.5 AufenthG auch für Maßnahmen im Übergang Schule Beruf, wie FSJ, FÖJ, BFD, Praktika sowie während der Dauer der Schul- und Ausbildung schaffen zusätzlich fnanzielle und gesundheitliche Stabilität. Ferner muss ein umfassendes Clearingverfahren für umF vorgeschaltet werden, um individuelle Bedarfe auf verschiedenen Ebenen ermitteln zu können.

Zugang zu Einstiegsqualifzierungen (EQ) erleichtern, Begleitung ermöglichen und die Schaffung von EQ-Plätzen stärker fördern
Dazu gehört der Abbau struktureller Hürden und die Förderung kleinerer Betriebe einerseits und die Durchsetzung der Ausbildungsumlage andererseits. Gekoppelt mit der Intensivierung der Unterstützung der EQ-Teilnehmenden, etwa durch Reha-Maßnahmen, fachsprachliche Förderangebote und Ausweitung der Beratung, führt dies zu quantitativen und qualitativen Verbesserungen.

Perspektive für alle jungen Gefüchteten schaffen
Bremen muss sich solidarisch und nicht nützlichkeitsorientiert zeigen. Vor allem denjenigen gegenüber, die aufgrund von unterbrochenen Lernbiografen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Lernschwächen o.ä. einen höheren Förderbedarf haben. Eine vorgeschaltete Kompetenzerfassung, eine Bedarfsorientierte Beratungsstruktur und eine Ressourcenorientierte Bildungs- und Ausbildungspolitik verbessern Bildungs und Integrationschancen der Gefüchteten und auch damit neue Perspektiven für die Stadt Bremen.

Die vollständigen und detaillierten Forderungen finden Sie hier.


Frohes  neues... Nichts:  Perspektiven  für  junge  Flüchtlinge  schaffen  statt gefährden - Jetzt verantwortlich handeln!

Gemeinsamer Appell von 19 Verbänden und Organisationen aus Jugend- und Flüchtlingshilfe

Die  Unterzeichnenden, darunter die  Jugendinitiativen  Careleaver  e.V.  und  Jugendliche  ohne Grenzen (JoG), appellieren an Politik und Verwaltung, unbegleitete Minderjährige auf dem Weg in die  Volljährigkeit  nicht  alleine  zu  lassen.  Systembedingt werden  zum  Jahreswechsel jugendliche Geflüchtete regelmäßig volljährig (gemacht). Werden sie  dann  sich  selbst  überlassen, drohen Destabilisierung, Schul- und Ausbildungsabbrüche und im  schlimmsten  Fall die Obdachlosigkeit. Die Weichen für gute Übergänge und funktionierende Anschlussversorgung müssen daher jetzt von Politik und den zuständigen Trägern gestellt werden.

Während junge Flüchtlinge als „jugendlich, männlich, Ausländer“ medial insbesondere im Kontext von Kriminalität thematisiert werden, ist wenig bekannt über die zahlreichen Hürden, mit denen junge Geflüchtete tagtäglich zu kämpfen haben. Unbegleitete Minderjährige gehören zu den besonders Schutzbedürftigen unter den Geflüchteten. Trotzdem werden ihnen, insbesondere seit dem Jahr des großen Flüchtlingszugangs 2015/2016, fundamentale Rechte vorenthalten: So wurde ihr Recht auf Elternnachzug massiv eingeschränkt und ihre Unterbringung und Versorgung in vielen Kommunen unterhalb geltender Standards der Jugendhilfe vielfach hingenommen.
 
Viele der damals als Jugendliche im Alter von 15 oder 16 Jahren eingereisten Geflüchteten werden nun volljährig, ein Großteil von ihnen zum 31.12. oder 1.1. – ein fiktives Geburtsdatum, das bei ungeklärtem oder nicht nachweisbarem Geburtstag behördlich festgelegt wird, ohne dass sich die jungen Menschen effektiv dagegen wehren könnten.
 
Vollständige Pressemitteilung lesen


Zeltunterkunft für Geflüchtete im Winter trotz Leerstand ?

Flüchtlingsrat und Fluchtraum fordern sofortige Schließung der Zeltunterkunft und eine bedarfsgerechte Unterbringung

Pressemitteilung vom 11.12.2017

Obwohl es in Bremens Unterkünften für Geflüchtete Leerstand und freie Zimmer gibt, leben etwa 70 junge Menschen in Großraumzelten. Gemeint ist die Notunterkunft in der Gottlieb-Daimler-Straße 4, die nun ohne bauliche Veränderungen überraschend zur dritten offiziellen Landesaufnahmeeinrichtung erklärt wurde.

Die Metallzelte stehen abgelegen in der Nähe der Stahlwerke in Oslebshausen und werden nur notdürftig durch ein Heizlüftungssystem gewärmt. Untergebracht werden dort fast ausschließlich Jugendliche, deren Minderjährigkeit vom Amt für Soziale Dienste nicht anerkannt wurde und die gegen die Ablehnung der Inobhutnahme vor Gericht geklagt haben. Sie wohnen dort bis über die Inobhutnahme endgültig entschieden wird und sie ggf. in einer Jugendhilfeeinrichtung untergebracht werden können. Diese Zeltunterkunft, betrieben von der Inneren Mission, war monatelang eine Notunterkunft bevor sie nun umbenannt wurde. Baulich verändert hat sich nichts.

„Die Zelte sind sehr hellhörig und die Metallwände verbreiten jedes Geräusch im ganzen Zelt. Es ist unmöglich nachts zur Ruhe zu kommen. Dazu kommt das Gebläse der Heizlüftung“ so ein Jugendlicher aus dem Zelt. „Die Luft ist durch die Heizung so trocken, dass viele morgens mit Nasenbluten aufwachen. Wenn die Heizung ausfällt, ist es so kalt, dass morgens die Finger steif gefroren sind“ ergänzt Boubacar, ein anderer Bewohner der Unterkunft.
Fluchtraum Bremen e.V. und der Flüchtlingsrat Bremen fordern die sofortige Schließung der Gottlieb-Daimler-Straße. „Die Bedingungen in der Gottlieb-Daimler-Straße sind katastrophal. Es ist völlig unverständlich, dass Bremen trotz des Leerstandes an der Unterbringung von Menschen in Zelten festhält und noch dazu potentiell Minderjährige dort unterbringt, die besonders schutzbedürftig sind“ sagt Anna Schroeder von Fluchtraum.
Marc Millies vom Flüchtlingsrat betont: „Die Verantwortlichen konterkarieren ihre Bemühungen, Schutzbedürftigen adäquaten Schutz zu bieten. Sollte es noch rechtlichen Klärungsbedarf bei den jungen Menschen geben, ist die dafür vorgesehene Clearingstelle einzubeziehen.“

Sollten Sie Interesse an einer Berichterstattung haben, stehen Ihnen sowohl Pressesprecher von Fluchtraum Bremen e.V. und vom Flüchtlingsrat als auch Jugendliche aus der Unterkunft für Interviews und Rückfragen zur Verfügung.


Fluchtraum Bremen e.V. wird für das Projekt „Beratungscafé  für junge Geflüchtete“  ausgezeichnet.

Am 20.9. fand in der Sparkasse Bremen (Finanzcentrum Am Brill) die Feierstunde für alle Projekte der Stadtteilinitiative „gemeinsam gut!“ statt, die für Bremen Mitte und Süd die Ausschreibung gewonnen hatten. Fluchtraum Bremen e.V.  wurden für das Projekt „Beratungscafé für junge Geflüchtete“ ausgezeichnet. Das Beratungscafé wird in Kooperation mit dem Jugendhaus Buchte durchgeführt. Junge Geflüchtete erhalten dort Unterstützung und Beratung durch ein engagiertes Team von Mitarbeiterinnen von Fluchtraum Bremen e.V., Honorarkräften, ehrenamtlich Engagierten und Studierenden der Universität Bremen. 

Foto: Michael Bahlo – www.michaelbahlo.com

Video zum Sommerfest 

hier


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Beratungscafé für junge Geflüchtete

Fluchtraum bietet ab August 2017 an zwei Tagen ein „Beratungscafé für junge Geflüchtete“ in Kooperation mit dem Jugendhaus Buchte (Buchstraße 14/15) an:

mittwochs und donnerstags, 16.30 – 19.00 Uhr

Junge Geflüchtete bekommen im Beratungscafé Unterstützung und Beratung in Fragen zu Ausbildung und Beruf, Alltagsleben, rechtliche Fragen, Hilfestellung bei Anträgen und Behördenangelegenheiten.

Das Projekt wird gefördert durch die Stadtteilinitiative „gemeinsam gut!“ der Sparkasse Bremen.


Save-the-Date! - Spendengala für die Unterstützung minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge

Fluchtraum Bremen lädt am 26. November 2017 um 19 Uhr zu einer Benefizveranstaltung auf das Theaterschiff in Bremen ein.

Prominente lesen für junge Geflüchtete

Am Sonntag, 26. November 2017 stellen Prominente vor, welches Buch, welche Film zum Thema Flucht/Migration sie bewegt.

Die Gäste erwartet ein abwechslungsreicher Abend auf dem Theaterschiff mit Lesungen, Gesprächen und künstlerischen Darbietungen von jungen Menschen, die in den letzten Jahren nach Bremen geflüchtet sind und bei uns eine neue Heimat gefunden haben.

Die Ankündigung finden Sie hier.


Gemeinsame Erklärung Bremer Bürgerinnen und Bürger gegen Abschiebungen

Pressemitteilung vom 07.04.2017

Flüchtlingsrat Bremen, Fluchtraum Bremen e.V., Flüchtlingsinitiative Bremen e.V., Zuflucht – Ökumenische Ausländerarbeit Bremen e.V., Afghanisch-deutsche Kulturinitiative, Equal-rights-for-all-Bündnis Bremen, Jugendliche ohne Grenzen, Friedensforum Bremen, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung, Arbeit und Leben e.V.

Am Mittwoch, den 05.04.2017 hat ein breites Bündnis aus den o.g. Bremer Initiativen und Organisationen zu einer Veranstaltung zum Thema „Von wegen sicher – Über die Situation in Afghanistan und Kritik der bundesdeutschen Abschiebepolitik“ eingeladen. Die Veranstaltung stieß auf sehr große Resonanz in Bremen - rund 200 Bremer Bürger und Bürgerinnen folgten der Einladung. Durch die Beiträge der ReferentInnen wurde deutlich, dass die Konstruktion sogenannter sicherer Regionen in Afghanistan durch die Bundesregierung jeglichen Fakten und Informationen über die tatsächliche Sicherheitslage und Entwicklungen vor Ort widerspricht. „Afghanistan dient als Übungsfeld für den Kriegseinsatz der Bundeswehr. Die dramatische Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan macht deutlich, dass dieser Kriegseinsatz nicht nur gescheitert ist, sondern dramatische Folgen für die ganze Region mit sich gebracht hat“ so die Referentin Claudia Haydt. So ist die Ausdehnung der Taliban heute größer als vor dem Kriegseintritt der NATO 2001. Ein Eingeständnis dessen würde jedoch eine Neubewertung militärischer Interventionen erfordern. „Jeder afghanische Staatsangehörige, der heute abgeschoben wird, muss als Beweis dafür hinhalten, dass der deutsche Kriegseinsatz erfolgreich war“. Vor diesem Hintergrund sind Abschiebungen mehr als zynisch. Während die Bundesregierung für sich beansprucht, bundesdeutsche Interessen auch militärisch bis zum Hindukusch zu verteidigen, sollen die Folgen und Betroffenen dieser Politik aus dem Sichtfeld verschwinden.

Vor diesem Hintergrund haben die rund 200 Teilnehmenden der Veranstaltung eine gemeinsame öffentliche Erklärung abgegeben: Darin sprechen sie sich klar und deutlich gegen weitere Abschiebungen aus – sei es auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Abschiebungen widersprechen grundlegend jedem humanitären Anspruch und verstoßen gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit eines und einer jeden.


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