Aktuelles und Presse

Together we are Bremen

Informationsabend des Gottlieb-Daimler-Bündnis

30.08.2018, 7.30 pm, Gewerkschaftshaus, Bahnhofsplatz 22-28

Seit Frühling 2018 verschaffen wir uns als bundesweit erste selbstorganisierte Gruppe junger unbegleiteter Geflüchteter Gehör. Unsere Bewegung entstand als Reaktion auf die Unterbringung im Camp Gottlieb-Daimler-Straße. In dieses Sammellager, das die Innere Mission betreibt, werden all jene Jugendlichen über Monate verbannt, die Widersprüche gegen die willkürliche Altersfestsetzung des Jugendamts eingelegt haben: Unser einziges Verbrechen ist, dass wir hier sind. Wir bestehen auf unser eigenes Alter und wollen das erfundene Geburtsdatum, das sie uns geben, nicht haben. Dafür bestrafen sie uns.“

Bei den ersten öffentlichen Aktionen war der Soundtrack “They Don`t Care About Us” und die Parole: “Shut it down”: das Gottlieb Daimler Lager muss geschlossen werden! Gemeinsam fordern wir, dass wir endlich zur Schule gehen können und dass wir die psycho-therapeutische Versorgung erhalten, die viele von uns dringend brauchen. Es geht also schlicht um ein Zuhause und jugendgerechte Betreuung für uns.

Da immer mehr von uns gegen unseren Willen in andere Bundesländer verlegt werden, richtet sich unsere Protestbewegung nun in erster Linie gegen diese Transfers. Der Gängelung mit  neuen medizinischen Tests zur Altersfestsetzung, dem Entzug minimaler Standards, einem sich wöchentlich zuspitzendem schikanösem Verhalten vor allem der Sozialbehörde zum Trotz, lautet unsere alternativlose Forderung nun: “Together we are Bremen – we are here to stay!”

Wir werden  bestraft, weil wir den Mut hatten, unsere Isolation und Hoffnungslosigkeit zu durchbrechen, und uns nunmehr auch kollektiv, und vor allem für andere Menschen sichtbar und hörbar, für unsere Rechte einsetzen.

Das Gottlieb-Daimler-Solidaritätsbündnis lädt alle Weggefährt*innen und neuen Interessierten, alle Zweifelnden und Fragenden zu einem Informations- und Diskussionsabend ins DGB-Haus ein: 

Wir, genauso wie all jene Menschen, die sich in ähnlichen Situationen befinden, brauchen die praktische und solidarische Unterstützung der Bremer*innen – mehr denn je

Die Veranstaltung findet auf Englisch und Deutsch statt, sowie Übersetzungsecken mit Französisch und mit Farsi. Der Raum ist barrierefrei.

Facebook: Shut down Gottlieb Daimler Straße Camp

Protestarchiv und Unterschriftensammlung: solidarity-city-bremen.org

Crowdfunding: startnext.com/support-shut-down-gottlieb-dai

Kontakt: shut-down-gottlieb-daimler@free-migration.org

Unterstützt durch 

ADA (Antidiskriminierung in der Arbeitswelt) Bremen, Afrique-Europe-Interact, Bremen Solidarity Centre (BreSoC) e.V., Flüchtlingsinitiative e.V., Flüchtlingsrat Bremen, Solidarity City Bremen, Linksjugend ['solid] Bremen...

Fluchtraum unterzeichnet Bremer Aufruf zum Flüchtlingsschutz

Initiiert vom Projekt Seehilfe e. V. haben wir gemeinsam mit anderen Bremer Vereinen, Institutionen und Initiativen eine Petition gestartet:

  • gegen die Zurückweisung von schutzsuchenden Menschen an der europäischen Grenze
  • für eine solidarische Aufnahme von Geflüchteten in der EU statt nationaler Abschottung
  • gegen die Pläne zur Einrichtung von Lagern für Geflüchtete vor Europas Grenzen
  • für die Rettung von Menschen in Seenot im Mittelmeer und ihre Aufnahme in den nächsten europäischen Hafen
  • für faire und rechtsstaatliche Asylverfahren für jede*n Geflüchtete*n

 SOLIDARITÄT DARF NICHT AN GRENZEN ENDEN!

Die Petition unterzeichnen

Auch der Weser Kurier berichtet. 

2. Aktionstreffen „Sichere Ausbildung!“

am Montag, den 27.08.2018 von 19 – 21 Uhr bei Zion, Kornstr. 31, Bremen-Neustadt

Am Montag, den 13.08.18 saßen junge Auszubildende mit Fluchthintergrund, engagierte Unterstützer*innen und Akteure aus den Bereichen Jugendhilfe, Bildung, Integration, Flüchtlingshilfe, der Jugendberufsagentur und von Arbeitgeberverbänden zusammen. Wir haben uns über die aktuelle Situation, in der geflüchtete Auszubildende häufig weder einen sicheren Aufenthaltsstatus bekommen, noch ihre Existenz sichern können, ausgetauscht sowie unser Wissen über die rechtlichen Hintergründe und vorangegangene politische Bestrebungen auf den neusten Stand gebracht.

Gemeinsam haben wir auch erste Ideen gesammelt, was wir tun können, um diese unhaltbare Situation zu verbessern und Ausbildungsabbrüche zu verhindern. Am 27.08.2018 wollen wir weiter Pläne zu schmieden, wie wir der Forderung nach einem sicheren Aufenthaltsstatus und nach einer gesicherten Existenz während der Ausbildungszeit Nachdruck verleihen können. Armutsgarantie Ausbildung? – Nicht mit uns!

Wir freuen uns über alle, die ihre Erfahrungen, Ideen und ihre Stimme einbringen!

Weitere Infos & Fragen an: Fluchtraum Bremen e.V., 0421-8356153, info@fluchtraum-bremen.de

PS: Dieses Hintergrundpapier des Bremer- und Bremerhavener Integrationsnetzwerks (Stand Juli 2018), stellt übersichtlich Hürden beim Übergang Schule - Beruf für junge Geflüchtete dar.

Demonstration der Initiative "Seebrücke" in Bremen

Am Sonntag demonstrierten mehr als 1200 Menschen in Bremen für zivile Seenotrettung und gegen das Sterbenlassen im Mittelmeer. Kristin Herrmann schrieb dazu in ihrem Kommentar im Weser-Kurier: 

"Gerade jetzt, wo sich die Situation für die Geflüchteten, aber auch für die privaten Rettungsorganisationen zuspitzt, hat Bremen ein deutliches Signal gesendet. Das könnte noch verstärkt werden, indem die hiesige Politik der Forderung nachkommen würde, in das Forum der "solidarischen Städte" einzutreten, so wie es Berlin oder Leipzig angekündigt haben. Bremen ist bunt hat sich die Stadt vor einigen Jahren auf die Fahne geschrieben. Die Zeit ist gekommen, Taten folgen zu lassen."

Dieser Forderung schließen wir uns gerne an. Den vollständigen Kommentar findet ihr hier

Sichere Ausbildung!

Aktionstreffen für Betroffene, Interessierte & Engagierte
am Montag, 13.08.2018, um 19:00 Uhr
im Gemeindezentrum Zion, Kornstraße 31, 28201 Bremen

In diesem Sommer haben in Bremen viele junge Geflüchtete die Schule verlassen, um eine betriebliche oder schulische Ausbildung zu beginnen. Gleichzeitig erteilt die Bremer Ausländerbehörde jungen Geflüchteten in Ausbildung nur eine Ausbildungsduldung. Das ist auch deshalb ein Problem, weil Menschen mit einer Duldung keine aufstockenden Leistungen bekommen können, während das Ausbildungsgehalt bzw. BaföG oder BAB aber oft nicht ausreicht, um die Kosten des täglichen Lebens zu decken.

Wegen dieser finanziellen Unsicherheit stehen junge Geflüchtete häufig vor der Entscheidung, ihre Ausbildung fortzusetzen und damit u.a. Schulden oder Hunger auf sich zu nehmen oder ihre Ausbildung wegen fehlender Existenzsicherung abzubrechen – denn dann würden sie wieder bedarfsdeckende Sozialleistungen erhalten.

Weil wir finden, dass das so nicht geht, veranstalten wir am Montag, den 13.08.2018 um 19:00 Uhr ein erstes Aktionstreffen, bei dem wir über die aktuelle Situation informieren und gemeinsam mit euch überlegen wollen, was wir tun können, um etwas an dieser Situation zu ändern.

Weitere Infos & Fragen an: Fluchtraum Bremen e.V., Telefon: 0421-8356153,
E-Mail: info@fluchtraum-bremen.de

Einladung zum Sommerfest

am 31. August 2018, von 14 - 18 Uhr, in der Berckstr. 27

Wir wollen gemeinsam feiern und laden Euch herzlich zu unserem diesjährigen Sommerfest am Freitag, den 31. August 2018 von 14-18 Uhr in der Berckstr. 27 in 28359 Bremen ein. 

Ihr könnt euch auf Musik, ein buntes Buffet und verschiedene Mitmachaktionen freuen. Außerdem berichten wir, wie es mit dem Aufbau unseres neuen Beratungs- und Begegnungszentrums vorangeht. Wir planen in diesem Jahr ein Fingerfood-Buffet, zu dem jede und jeder etwas mitbringt: Ganz gleich ob süß oder herzhaft – lasst eurer kulinarischen Kreativität freien Lauf! Wenn euch Kochen und Backen weniger liegt, freuen wir uns aber auch über eine helfende Hand beim Auf- oder Abbau.

Meldet euch gerne per E-Mail an info@fluchtraum-bremen.de, ob ihr in diesem Jahr dabei seid. Wir freuen uns auf einen schönen Nachmittag mit Euch!

Herzliche Grüße,

Claudia Schmitt

für den Vorstand & das Team von Fluchtraum Bremen e.V.

Neues vom Bündnis „Shut down Gottlieb-Daimler-Straße“/“Gottlieb-Daimler-People“

Das Bündnis „Shut down Gottlieb-Daimler-Straße“ ist weiterhin aktiv, denn eine gesicherte Perspektive in Bremen wird den „Gottlieb-Daimler-People“ weiterhin verweigert. Das bedeutet für fast alle der Betroffenen die Abschiebung zurück in die Obdachlosigkeit nach Italien oder den Herkunftsstaat. Gemeinsam kämpfen die Jugendlichen und ihre Unterstützer*innen unter dem Motto Together we are Bremen - eine solidarische Stadt für Menschen auf der Flucht“ weiter dafür, in Bremen bleiben zu können. Denn in Bremen haben die Jugendlichen inzwischen enge soziale und emotionale Kontakte aufgebaut und sind zu einem Teil der Stadt geworden. Es sind Freundschaften entstanden und sie werden von vielen Bremerinnen und Bremern unterstützt.

Das Aktionsbündnis ist auf finanzielle Hilfe angewiesen, außerdem werden Schlafplätze gesucht. Auch eine direkte Unterstützung der Bündnistreffen und eine Mitarbeit im Aktionsbündnis ist gerne gesehen.

 Mehr zur Arbeit des Bündnisses erfahrt ihr unter:

Online Petition unter: http://solidarity-city-bremen.org

Solidaritätsbündnis „Shut down Gottlieb-Daimler-Straße“ 

Email: shut-down-gottlieb-daimler@free-migration.org

facebook

Vom Ankommen & Vorankommen – junge Geflüchtete blicken auf ihr Leben

Filmabend mit PiB & Fluchtraum Bremen e.V.

08.09.2018

In drei Filmen zeigen junge Geflüchtete vor und hinter der Kamera ihr Leben in Deutschland.

Im international ausgezeichneten Kurzspielfilm BIG EARTH zerrt ein Fernsehproduzent geflüchtete Jugendliche für sein Kunstprojekt ins Rampenlicht. Untergebracht in einem heruntergekommenen Landhotel, ist das Ankommen nicht einfach. Die Bedingungen sind schwer, das Essen schlecht und die Beziehungen mit der Dorfjugend zunächst schwierig. Es geht um Mut und Verzweiflung. Um Zusammenleben, Solidarität und Verrat bis zum großen Finale, wo es gilt, Farbe zu bekennen.

Vom Ankommen und Vorankommen in Bremen berichten außerdem zwei Kurzdokus, die junge Geflüchtete und ihre Pflegefamilien bzw. ehrenamtlichen Begleiterinnen in Projekten von PiB und Fluchtraum Bremen e.V. gestaltet haben.

Mitwirkende aller drei Filme sind anwesend.

„Weser Kurier“ berichtet über das Beratungs- und Begegnungszentrum

Am Mittwoch, den 18.07.18 besuchte Kristin Hermann vom Weserkurier unser Beratungscafé im Jugendhaus Buchte und sprach mit Lea Böhme (Team Fluchtraum) und Claudia Schmitt (Vorstand) über unsere Pläne für das BBZ.

Den ganzen Artikel, der prominent am Sonntag, den 22. Juli 2018 im Weserkurier erschien, findet ihr hier.

*** Wir suchen Räume ***

Fluchtraum sucht ein neues Zuhause für
unser Beratungs- und Begegnungszentrum

Wir suchen Räumlichkeiten in zentraler Lage mit guter Verkehrsanbindung, möglichst barrierefrei! Mit insgesamt ca.165 - 250m2

- 3-5 Büros
- 2-3 Beratungsräume
- 1 großen, leicht zugänglichen Mehrzweckraum für das offene Café, Schulungen, Mitgliederversammlungen, etc.
- 1 Küche

Wir freuen uns über Raumangebote und Ideen an unseren Vereinsvorstand:

vorstand@fluchtraum-bremen.de

Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2018    

Senatorin Anja Stahmann zu Besuch bei Fluchtraum Bremen e.V.

Besuch Frau Stahmann im Beratungscafé 1

Im Beratungscafé sitzen junge Geflüchtete aus Afghanistan, Iran, Syrien und Westafrika. Mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen von Fluchtraum Bremen e.V. und Ehrenamtlichen bereiten sie Bewerbungen für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz vor, beantworten Behördenschreiben, lernen Deutsch oder klönen bei einer Tasse Tee. Im Beratungscafè engagieren sich auch junge Erwachsene mit Fluchtgeschichte als Sprach- und Kulturmittler.

Der Besuch von Senatorin Anja Stahmann ist der offizielle Auftakt für das „Beratungs- und Begegnungszentrum für junge Geflüchtete“, das Fluchtraum Bremen e.V. mit institutioneller Förderung der Sozialbehörde aufbauen wird. Im Gespräch mit den Vorstandsvorsitzenden Claudia Schmitt und Detlev Busche und der Leiterin des Vereins Dagmar Koch-Zadi berät sie heute die wichtigen Schritte. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit Jugendamt/Casemanagement und insbesondere die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. 

Fluchtraum Bremen e.V. engagiert sich seit 2004 für junge Geflüchtete und vermittelt Ehrenamtliche als Mentor*innen und Einzelvormund*innen. Dank dieses Engagements sind viele Jugendliche gut in Bremen angekommen, besuchen die Schule oder eine Ausbildung, leben in der eigenen Wohnung und sind in Sportvereinen oder in kulturellen Einrichtungen aktiv.

Aus den Minderjährigen sind inzwischen junge Volljährige geworden, die mit Auslaufen der Jugendhilfe oft allein vor den Herausforderungen des Erwachsenwerdens stehen: in der eigenen Wohnung leben, eine Ausbildung erfolgreich bestehen, Kontakte zu jungen (Alt)Bremer*innen finden, den Alltag zu gestalten. Um den Übergang in die Selbständigkeit zu unterstützen, hat Fluchtraum Bremen e.V. in enger Abstimmung mit der Sozialbehörde, Jugendamt, Casemanagement, mit Jugendhilfeeinrichtungen und Akteuren der offenen Jugendarbeit in Bremen sein Konzept für das Beratungs- und Begegnungszentrum entwickelt. Dank der institutionellen Förderung durch die Sozialbehörde kann der Verein jetzt das Zentrum aufbauen.  

Im Austausch mit Younes Mohamadian und Tarek Mezal, die sich beide ehrenamtlich im Beratungscafè engagieren, wird deutlich, dass Frau Stahmann an deren Sorgen und Wünschen „nah dran“ ist und diese ernstnimmt. Auch die Frage von Fluchtraum Bremen e.V. nach geeigneten Räumlichkeiten greift sie auf und gibt nützliche Tipps.  Der Besuch zeigt eindrucksvoll, dass die Sozialsenatorin bürgerschaftliches Engagement für die Integration Geflüchteter gezielt fördert und nachhaltig unterstützt.

Bremen, den 24.06.2018

Dagmar Koch-Zadi

Foto: Annette Staack

Radiobeitrag in Radio Bremen, COSMO am 17. Juni 2018

Mit dem Reporter Cengiz Tarhan haben Younes und seine Mentorin Aylin im Juni in einem Interview über ihre Erfahrungen ales Mentee und Mentorin gesprochen.

Hier könnt ihr den Beitrag von Cengiz Tarhan, der am Sonntagmorgen in Radio Bremen, COSMO lief, nachhören.

Feierstunde in der Sparkasse Bremen am 7. Juni 2018

 Am 07. Juni wurden wir mit anderen Preisträgern im Rahmen einer Feierstunde in der Sparkasse am Brill für unser Projekt "Lerntreff im Beratungscafé" ausgezeichnet.

Foto: Sparkasse Michael Bahlo

Erfolgreiche Projekte werden größer und sie entwickeln sich weiter: So auch unser Beratungscafé. Neben Unterstützung in Alltagsfragen, hilft unser haupt- und ehrenamtliches Team dort jungen Geflüchteten bei Hausaufgaben, Vorbereitungen auf Prüfungen oder Präsentationen und ganz allgemein beim Deutsch lernen. Dieses Angebot können wir dank einer Förderung durch die Stadtteilinitiative „gemeinsam gut!“ der Sparkasse Bremen und mithilfe von Mitteln aus der Selbsthilfe- und Projektförderung im Referat Zuwandererangelegenheiten der Stadt Bremen nun bis Ende 2018 auf sichere Beine stellen. Der Lerntreff findet zu den Öffnungszeiten des Beratungscafés, mittwochs und donnerstags 16:30-19:00 Uhr, im Jugendhaus Buchte statt.

Hier geht's zur Berichterstattung der Sparkasse.

Startsignal für den Aufbau unseres „Beratungs- und Begegnungszentrums für junge Geflüchtete“ (BBZ)  - gefördert durch die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Mitte April hat Fluchtraum den Zuwendungsbescheid für den Aufbau des geplanten BBZ erhalten: Die Sozialbehörde fördert Fluchtraum im Rahmen einer institutionellen Förderung. Im letzten Jahr konnten wir in intensivem Austausch mit unseren Ansprechpartner*innen bei der Sozialbehörde unser Anliegen besprechen und haben viel positive Resonanz für unser Vorhaben bekommen, für junge Geflüchtete eine Anlaufstelle zu schaffen, in der sie im Übergang zum Erwachsenenleben Beratung, persönliche Ansprechpartner*innen und Möglichkeiten zu Begegnung finden. Mit der institutionellen Förderung durch die Sozialbehörde können wir nun „starten“. Die Jahre 2018 und 2019 sind als Modellphase vorgesehen.

Im letzten Jahr hatte Fluchtraum Bremen e.V. zunächst die Vereinsmitglieder über die „Vision BBZ“ informiert und es fand ein thematisches Austauschtreffen im Juli 2017 statt. Dort haben wir gemeinsam über das Konzept beraten. 

Und jetzt soll es losgehen – am 20.06.2018 besucht Sozialsenatorin Stahmann unser Beratungscafé im Jugendhaus Buchte, um sich ein Bild von unserer Arbeit zu machen und von unseren Plänen für das BBZ zu hören.

Dagmar Koch-Zadi

Workshops zum Thema "Unterstützung auf Augenhöhe? Rassimus- und machtkritische Praxisreflexion"

Per se haben erwachsene Begleiter*innen junger Geflüchteter eine machtvolle Position gegenüber dem hilfesuchenden jungen Menschen. Alter, Staatsangehörigkeit, Wissen über gesellschaftliche Strukturen, Deutschkenntnisse und andere Merkmale strukturieren das Beziehungsverhältnis zwischen Unterstützer*in und jungem Geflüchteten. Kann ich einen jungen Geflüchteten überhaupt auf Augenhöhe begleiten?

Die Workshops laden ein sich zunächst gesellschaftlicher Machtstrukturen bewusst zu werden und eigene Perspektiven und Handlungen kritisch in den Blick zu nehmen. In einem zweiten Schritt werden lösungsorientiert Strategien entwickelt wie dennoch eine diskriminierungssensible Begegnung und partizipative Zusammenarbeit gestaltet werden kann.

Bitte gib bei der Anmeldung deinen Erfahrungshintergrund/ deine gesellschaftliche Positionierung an (z.B. Weiß, Schwarz, People of Color, Migrationsgeschichte).

Dienstag, 12. Juni und 26. Juni, jeweils 18:00 - 21:00 Uhr

Kulturzentrum Lagerhaus, 3.OG

Referent*in: Samuel Njiki und Kim Annakathrin Ronacher (Lidicehaus)


Unsere Schulungen richten sich an Engagierte bei Fluchtraum; aber auch Haupt- und Ehrenamtliche anderer Institutionen sind herzlich eingeladen. Macht also gerne auch in eurem Umfeld darauf aufmerksam!

Die Teilnahme ist für Vereinsmitglieder kostenlos. Alle anderen bitten wir um eine Spende von 5€. Eine Kostenbefreiung ist nach Absprache möglich.

Anmeldung per Mail an info@fluchtraum-bremen.de oder telefonisch unter 0421-8356153. 

"Wir wollen nicht länger wie in einem offenen Gefängnis leben"

Einladung zum ersten Treffen des Aktionsbündnisses zur Schließung der Zeltunterkunft für Geflüchtete in der Gottlieb-Daimler-Straße in Bremen

Donnerstag, 03.05 um 19 Uhr im Gemeindezentrum Zion, Kornstraße 31

Das Aktionsbündnis zur Schließung der Gottlieb-Daimler-Straße besteht aus Bewohnern der Unterkunft sowie solidarischen Unterstützer*innen. Das klar formulierte Ziel ist die längst überfällige Schließung der Zeltunterkunft sowie die Verbesserung der Situation der jungen Bewohner. Um der Forderung mehr Nachdruck zu verleihen und effektive Aktionen planen und durchführen zu können, lädt das Bündnis nun zu einem ersten offenen Treffen ein.

Die ehemalige Notunterkunft befindet sich abgelegen neben den Stahlwerken in Oslebshausen. Die Lebensbedingungen in den großen Metallzelten sind katastrophal. 90 Jugendliche leben zusammengepfercht in einem großen Metallzelt, die einzelnen "Zimmer" sind nur notdürftig unterteilt, man hört alle Geräusche, das Heizlüftungssystem ist laut und trocknet die Luft aus und im Sommer werden die Zelte unaushaltbar warm.

Die Unterkunft sollte schon seit langem geschlossen werden, wurde dann aber von der Stadt überraschend zur offiziellen Landesaufnahmestelle umdefiniert. Untergebracht werden dort fast ausschließlich Jugendliche, deren Minderjährigkeit von der Behörde nicht anerkannt wird und die gegen diese Entscheidung geklagt haben. Sie leben fünf, sechs, manchmal auch mehr als 12 Monate dort, haben keine Schule, keine Beschäftigung, keinen Kontakt. Trotz massiver Kritik und Versuchen, die Unterkunft zu schließen, hält die Sozialbehörde an ihr fest. Die Debatte in der Bürgerschaft bestätigte den Eindruck, dass die Jugendlichen dafür bestraft werden sollen, dass sie sich gegen die behördliche Altersfestsetzung zur Wehr setzen und von ihrem Recht Gebrauch machen, dagegen zu klagen.

Die Bewohner und solidarischen Unterstützer*innen wollen das nicht länger hinnehmen! Die Schließung der Gottlieb-Daimler-Straße ist längst überfällig!

Wir von Fluchtraum Bremen e.V. sind auch mit dabei und freuen uns über alle, die an dem Treffen teilnehmen. Wir freuen uns auch, wenn diese Einladung geteilt und weitergeleitet wird.


Schulungsprogramm im Frühling 2018

Fluchtraum lädt ein zu einem neuen Schulungsblock mit folgenden spannenden Themen:

  • 19. April: Mein Mentee/mein Mündel & ich - Gute Beziehungsgestaltung mit Katrin Lange (Psychologin)
  • 25. April: Jugendhilfe und Sozialrecht für junge Geflüchtete mit Max Gabel (Fluchtraum Bremen e.V.), Christine Krohne (BeBeE)
  • 2.Mai: Von der Schule in Ausbildung und Beruf - junge Geflüchtete im Übergang mit Markus Saxinger (bin)
  • 14.Mai: Immer "on" - jugendliche Medienwelten mit Markus Gerstmann (ServiceBureau Jugendinformation)
  • Außerdem: Unterstützung auf Augenhöhe? Rassimus- und machtkritische Praxisreflexion (2 Workshops) (Termine werden zeitnah bekannt gegeben über unsere Homepage, Facebook und unseren Newsletter)


Genauere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier.


Die Veranstaltungen richten sich an Engagierte bei Fluchtraum, aber auch an Haupt- und Ehrenamtliche anderer Institutionen. Macht also gerne in eurem Umfeld darauf aufmerksam oder kommt gemeinsam mit euren Mentees/ Mündeln!
Die Teilnahme an den Schulungen ist für Vereinsmitglieder kostenlos. Alle anderen bitten wir um eine Spende von 5€ pro Veranstaltung. Eine Kostenbefreiung ist nach Absprache möglich.

Für freuen uns über Anmeldungen für einzelne oder alle Veranstaltungen per Mail an info@fluchtraum-bremen.de oder telefonisch unter 0421-8356153. Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt.


"So geht Krankenhaus"

Ein Infotag für junge Geflüchtete

Neugierig darauf, wie Krankenhaus geht? Und welche Ausbildungen man dort machen kann?

Das Klinikum Links der Weser lädt am 13. April (9 bis 13 Uhr) junge Geflüchtete zu einem Infotag ein.
Krankenhäuser bieten interessante Ausbildungs- und Berufsperspektiven! Auszubildende der Geno begleiten auf einem Rundgang durch das Krankenhaus und stellen unterschiedliche Berufe vor. Im Anschluss gibt es ein gemeinsames Essen und die Möglichkeit sich auszutauschen.

Anmeldung bis 10. April und weitere Infos bei uns unter:
info@fluchtraum-bremen.de
0421-8356153
Es gibt 6 Plätze.

Der Infotag wurde gemeinsam von Fluchtraum Bremen e.V. mit der Gesundheit Nord, Klinikverbund Bremen und dem Schulzentrum Sek II Vegesack vorbereitet.

Wichtige Info: Der 13. April ist ein Schultag. Bitte informiert vorab eure*n Lehrer*in! Die Geno erstellt eine Teilnahmebescheinigung, die später in der Schule vorgelegt werden kann.

Hier auch der Flyer zur Veranstaltung.


Fluchtraum unterzeichnet Positionspapier zu Qualitätsstandards und guter Versorgung von geflüchteten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Die Versorgungsplanung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen wird immer stärker vor dem Hintergrund „sinkender Fallzahlen“ (so der offizielle Ausdruck für die Tatsache, dass es immer mehr Geflüchtete nicht mehr schaffen, im Bremer Hilfesystem anzukommen bzw. aufgenommen zu werden) diskutiert. Immer wieder entsteht der Eindruck, dass Erreichtes in der Versorgung und Begleitung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen wieder zurückgefahren werden soll und der notwendige Ausbau von Hilfen immer schwerer durchzusetzen ist.

Seit nunmehr fast zwei Jahren treffen sich Fachleute aus den psychiatrischen Diensten, von freien Trägern der Jugendhilfe, von Beratungsstellen und niedergelassene Psychiater_innen und Psychotherapeut_innen regelmäßig zum Fachaustausch. Aus diesem Austausch ist das vorliegende Papier entstanden. Es bündelt die Erfahrungen der letzten Jahre in der Versorgung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen und beschreibt Qualitätsstandards, die aus Sicht der Fachleute notwendig sind, um die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu stärken bzw. zu erhalten. In einer ersten Runde wurde dieses Papier im vergangenen Oktober bei Ämtern und Behörden (Gesundheit und Soziales) sowie bei verschiedenen Akteuren und Kooperationspartner_innen im Bereich der Jugendhilfe verbreitet.

In einer zweiten Runde im Frühjahr diesen Jahres hat Fluchtraum Bremen das Positionspapier ebenfalls unterzeichnet.

Das Positionspapier finden Sie hier.


Filmprojekt „Mein Mentor – dein was?“ in Kooperation mit dem Bremer Jugendring

 …weitere Teilnehmer gesucht!

Fluchtraum Bremen e.V. führt in Kooperation mit dem Bremer Jugendring seit Februar 2018 ein Filmprojekt mit jungen Geflüchteten durch. Ziel des Projekts ist es, die Perspektive von jungen Geflüchteten auf ehrenamtliche Mentorenschaft und Vormundschaft in den Vordergrund zu rücken und sie als Expert*innen zu Wort kommen zu lassen. Dabei wird die Perspektive derjenigen, denen Rassismus und menschenfeindliche Ausgrenzung begegnet, auf Engagement, Solidarität mit Geflüchteten, Willkommenskultur etc. erarbeitet, dokumentiert und veröffentlicht. Ein "Sprechen über" wird umgedreht und die Jugendlichen treten als Akteur*innen in Erscheinung.

Den Film möchten wir nach Fertigstellung als Imagefilm verwenden, um für ehrenamtliches Engagement zu motivieren und für die Perspektive der Jugendlichen zu sensibilisieren. Geplant ist ein Einsatz im Vorprogramm von Programmkinos, in Schulen, Uniseminaren und bei Infoabenden und Schulungen mit Ehrenamtlichen.

Im Arbeitsprozess wird ein partizipativer Ansatz umgesetzt: Die Teilnehmenden entscheiden selbst über Umfang, inhaltliche Schwerpunkte und Gestaltung. Sie werden durch eine Honorarkraft des Bremer Jugendrings begleitet. Medienpädagog*innen führen Themenworkshops (z.B. Storytelling, Filmen, Schneiden) durch.

Am Sonntag, den 18.03.2018 hat von 10 bis 18 Uhr der erste Kameraworkshop mit Medienpädagogen von „vomhörensehen“ erfolgreich im Lagerhaus stattgefunden.
Interessierte können weiterhin zum Projekt dazu kommen – meldet euch dazu unter info@fluchtraum-bremen.de

Das Projekt wird gefördert durch Mittel des Bundesprogramms „Demokratie leben“ im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie Bremen Mitte und sowohl personell als auch finanziell unterstützt durch den Bremer Jugendring. Vielen Dank dafür!


Erfolgreiche Spendenaktion "Run 45"

Emin da Silva läuft zugunsten von Fluchtraum 45 Stunden auf einem Laufband

Am 02. Februar 2018 ist die vom Extremsportler Emin da Silva initiierte Spendenaktion "Run 45" zu Ende gegangen. Zu seinem 45. Geburtstag lief der Extremsportler im Weserpark 45 Stunden auf einem Laufband und konnte Spenden für den Sportgarten und Fluchtraum Bremen e.V. sammeln.

Die zwei Laufbänder zu seiner Rechten und Linken waren nahezu immer besetzt. Bremer Sportler*innen und bekannte Persönlichkeiten wie Willi Lemke und Marco Bode von Werder Bremen oder der sechsmalige Marathonsieger Oliver Sebrantke liefen an seiner Seite, um ihn zu unterstützen. Auch Fluchtraum Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen ließen es sich nicht nehmen, für ein paar Minuten auf das Laufband zu springen. Schon nach kurzer sportlicher Betätigung wurde uns klar, wie anstrengend es sein muss fast zwei ganze Tage am Stück in Bewegung zu sein.

Dagmar Koch-Zadi und Claudia Schmitt-Alvarez von Fluchtraum Bremen im Gespräch mit Emin da Silva (Foto: Claudia Kunze)

Dagmar Koch-Zadi und Claudia Schmitt-Alvarez von Fluchtraum Bremen im Gespräch mit Emin da Silva (Foto: Claudia Kunze)

Als Emin da Silva dann nach fast zwei Tagen mit nur 45 Minuten Pause vom Laufband stieg, war die Aufmerksamkeit groß - trotz Erschöpfung und Schlafmangel beantwortete er  aufmerksam alle Fragen, nahm Blumensträuße entgegen und stieß mit einem Glas Sekt auf die erfolgreiche Aktion an.

Wir gratulieren Emin da Silva an dieser Stelle noch einmal für den erfolgreichen Abschluss seines Ausdauermarathons und bedanken uns herzlich für die gelungene Aktion im Weserpark.

Hier finden Sie zudem die Berichterstattung im Weserkurier und auf der Webseite von Emin da Silva.


„Engagement befreundet“ - Die Bremer Freiwilligenbörse Aktivoli

Am 18. Februar findet im Bremer Rathaus die Freiwilligenbörse Aktivoli statt. Alle, die sich für ein Engagement interessieren, können hier fündig werden. Wir präsentieren von 11 bis 17 Uhr Engagement-Möglichkeiten bei Fluchtraum Bremen e.V. und freuen uns über Ihren Besuch an unserem Stand. Der Eintritt zur Aktivoli ist frei. Außerdem gibt es ein Büffet in der oberen Rathaus-Etage und ein Programm mit Gesprächsrunden und Vorträgen. Und eine Kinderbetreuung.

Das umfangreiche Programm und weitere Informationen zur Aktivoli finden Sie hier.


Spendenaktion zu Gunsten von Fluchtraum Bremen

Run 45 - 45 Jahre leben und wirken • 45 Stunden laufen und helfen“

Extremsportler Emin da Silva macht sich mit seinem „Run 45“ ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art.

Mit seiner Aktion unterstützt Emin da Silva das Engagement von Fluchtraum Bremen e.V. Der Spendenerlös kommt Fluchtraum Bremen e.V. und dem Sportgarten Bremen zugute.

Als Jugendbetreuer beim ASB ist Emin da Silva Fluchtraum Bremen e.V. schon länger bekannt. An viele der minderjährigen Geflüchteten, die in Einrichtungen des ASB leben, hat Fluchtraum Bremen e.V. ehrenamtliche Vormund*innen oder Mentor*innen vermittelt. Für die jungen Geflüchteten sind die Ehrenamtlichen eine wichtige Vertrauensperson, die sie im Alltag unterstützen und begleiten. Zu seinen Sommerfesten lädt der ASB auch die ehrenamtlich Aktiven ein. Dort trifft man auch auf Jugendliche, die inzwischen volljährig geworden sind und inzwischen ihren Weg gehen (eigene Wohnung, Ausbildung etc.).

Fluchtraum Bremen lädt alle Engagierten ein, Emin da Silva bei seinem „Run 45“ zu unterstützen.

Emin da Silva läuft vom 31. Januar 17.45 bis Freitag 02. Februar 14.45h im Weserpark (neben der Centerinformation“. Mitläufer*innen sind herzlich willkommen. Fluchtraum Bremen e.V. freut sich über Spenden. Mit dem Erlös des „Run 45“ werden junge Geflüchtete und ehrenamtlich Aktive bei Fluchtraum Bremen e.V. unterstützt.

Den umfangreichen Ankündigungsflyer finden Sie hier.


Handlungsbedarf und Forderungen im Übergang Schule Beruf bei jungen Gefüchteten

Ergebnisse der Veranstaltung „Zukunft möglich machen“ vom 22.11.2017

Am 22.11.2017 fand im Domkapitelsaal die Veranstaltung „Zukunft möglich machen“ zur Situation von jungen Gefüchteten im Übergang Schule Beruf statt. Anwesend waren zahlreiche Fachpersonen aus Jugendhilfe, Beratung, Schule sowie junge Gefüchtete und ehrenamtliche MentorInnen und VormündInnen. Auf dem Podium saßen vier ExpertInnen aus unterschiedlichen Bereichen: Sandra Pilster (BOSP Lehrerin an der ASB Walle), Claudia Jacob (Beraterin bei BIN), Jochen Kriesten (Leiter des Referates Ausbildung und Praktikum des AFZ) und Rebecca Karbaumer (ehrenamtliche Vormündin eines jungen Gefüchteten aus Guinea).
Anhand der Berichte der ReferentInnen und den Beiträgen des Fachpublikums konnten Bedarfe in den folgenden Bereichen ermittelt werden. Große Übereinstimmung herrschte in der Forderung nach einer strukturellen, ressortübergreifenden Lösung, die den jungen Gefüchteten eine Perspektive gibt und somit Zukunft möglich macht.

Die wesentlichen Punkte umfassen dabei sowohl Bildungs-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitische als auch aufenthaltsrechtliche Bedarfe:

Das Recht auf Schulbildung über das 18. Lebensjahr hinaus.
Die Einführung eines Schulbesuchsrechts über das 18. Lebensjahr hinaus (nach bayrischem Modell) mit der Möglichkeit eine qualifzierte Berufsbildungsreife zu erlangen.

Ressourcenorientierte und qualifzierte Bildungsgänge ermöglichen.
Dazu gehört eine kontinuierliche Begleitung und eine quantitativ und qualitativ zuverlässige Struktur, die sich an den Bedarfen und Ressourcen der Jugendlichen orientiert, insbeondere im Bereich der Berufsschulen.

Aufenthaltsrechtliche Sicherheit während der schulischen als auch dualen Ausbildung schaffen. Die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis gemäß § 25.5 AufenthG auch für Maßnahmen im Übergang Schule Beruf, wie FSJ, FÖJ, BFD, Praktika sowie während der Dauer der Schul- und Ausbildung schaffen zusätzlich fnanzielle und gesundheitliche Stabilität. Ferner muss ein umfassendes Clearingverfahren für umF vorgeschaltet werden, um individuelle Bedarfe auf verschiedenen Ebenen ermitteln zu können.

Zugang zu Einstiegsqualifzierungen (EQ) erleichtern, Begleitung ermöglichen und die Schaffung von EQ-Plätzen stärker fördern
Dazu gehört der Abbau struktureller Hürden und die Förderung kleinerer Betriebe einerseits und die Durchsetzung der Ausbildungsumlage andererseits. Gekoppelt mit der Intensivierung der Unterstützung der EQ-Teilnehmenden, etwa durch Reha-Maßnahmen, fachsprachliche Förderangebote und Ausweitung der Beratung, führt dies zu quantitativen und qualitativen Verbesserungen.

Perspektive für alle jungen Gefüchteten schaffen
Bremen muss sich solidarisch und nicht nützlichkeitsorientiert zeigen. Vor allem denjenigen gegenüber, die aufgrund von unterbrochenen Lernbiografen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Lernschwächen o.ä. einen höheren Förderbedarf haben. Eine vorgeschaltete Kompetenzerfassung, eine Bedarfsorientierte Beratungsstruktur und eine Ressourcenorientierte Bildungs- und Ausbildungspolitik verbessern Bildungs und Integrationschancen der Gefüchteten und auch damit neue Perspektiven für die Stadt Bremen.

Die vollständigen und detaillierten Forderungen finden Sie hier.


Frohes  neues... Nichts:  Perspektiven  für  junge  Flüchtlinge  schaffen  statt gefährden - Jetzt verantwortlich handeln!

Gemeinsamer Appell von 19 Verbänden und Organisationen aus Jugend- und Flüchtlingshilfe

Die  Unterzeichnenden, darunter die  Jugendinitiativen  Careleaver  e.V.  und  Jugendliche  ohne Grenzen (JoG), appellieren an Politik und Verwaltung, unbegleitete Minderjährige auf dem Weg in die  Volljährigkeit  nicht  alleine  zu  lassen.  Systembedingt werden  zum  Jahreswechsel jugendliche Geflüchtete regelmäßig volljährig (gemacht). Werden sie  dann  sich  selbst  überlassen, drohen Destabilisierung, Schul- und Ausbildungsabbrüche und im  schlimmsten  Fall die Obdachlosigkeit. Die Weichen für gute Übergänge und funktionierende Anschlussversorgung müssen daher jetzt von Politik und den zuständigen Trägern gestellt werden.

Während junge Flüchtlinge als „jugendlich, männlich, Ausländer“ medial insbesondere im Kontext von Kriminalität thematisiert werden, ist wenig bekannt über die zahlreichen Hürden, mit denen junge Geflüchtete tagtäglich zu kämpfen haben. Unbegleitete Minderjährige gehören zu den besonders Schutzbedürftigen unter den Geflüchteten. Trotzdem werden ihnen, insbesondere seit dem Jahr des großen Flüchtlingszugangs 2015/2016, fundamentale Rechte vorenthalten: So wurde ihr Recht auf Elternnachzug massiv eingeschränkt und ihre Unterbringung und Versorgung in vielen Kommunen unterhalb geltender Standards der Jugendhilfe vielfach hingenommen.
 
Viele der damals als Jugendliche im Alter von 15 oder 16 Jahren eingereisten Geflüchteten werden nun volljährig, ein Großteil von ihnen zum 31.12. oder 1.1. – ein fiktives Geburtsdatum, das bei ungeklärtem oder nicht nachweisbarem Geburtstag behördlich festgelegt wird, ohne dass sich die jungen Menschen effektiv dagegen wehren könnten.
 
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Zeltunterkunft für Geflüchtete im Winter trotz Leerstand ?

Flüchtlingsrat und Fluchtraum fordern sofortige Schließung der Zeltunterkunft und eine bedarfsgerechte Unterbringung

Pressemitteilung vom 11.12.2017

Obwohl es in Bremens Unterkünften für Geflüchtete Leerstand und freie Zimmer gibt, leben etwa 70 junge Menschen in Großraumzelten. Gemeint ist die Notunterkunft in der Gottlieb-Daimler-Straße 4, die nun ohne bauliche Veränderungen überraschend zur dritten offiziellen Landesaufnahmeeinrichtung erklärt wurde.

Die Metallzelte stehen abgelegen in der Nähe der Stahlwerke in Oslebshausen und werden nur notdürftig durch ein Heizlüftungssystem gewärmt. Untergebracht werden dort fast ausschließlich Jugendliche, deren Minderjährigkeit vom Amt für Soziale Dienste nicht anerkannt wurde und die gegen die Ablehnung der Inobhutnahme vor Gericht geklagt haben. Sie wohnen dort bis über die Inobhutnahme endgültig entschieden wird und sie ggf. in einer Jugendhilfeeinrichtung untergebracht werden können. Diese Zeltunterkunft, betrieben von der Inneren Mission, war monatelang eine Notunterkunft bevor sie nun umbenannt wurde. Baulich verändert hat sich nichts.

„Die Zelte sind sehr hellhörig und die Metallwände verbreiten jedes Geräusch im ganzen Zelt. Es ist unmöglich nachts zur Ruhe zu kommen. Dazu kommt das Gebläse der Heizlüftung“ so ein Jugendlicher aus dem Zelt. „Die Luft ist durch die Heizung so trocken, dass viele morgens mit Nasenbluten aufwachen. Wenn die Heizung ausfällt, ist es so kalt, dass morgens die Finger steif gefroren sind“ ergänzt Boubacar, ein anderer Bewohner der Unterkunft.
Fluchtraum Bremen e.V. und der Flüchtlingsrat Bremen fordern die sofortige Schließung der Gottlieb-Daimler-Straße. „Die Bedingungen in der Gottlieb-Daimler-Straße sind katastrophal. Es ist völlig unverständlich, dass Bremen trotz des Leerstandes an der Unterbringung von Menschen in Zelten festhält und noch dazu potentiell Minderjährige dort unterbringt, die besonders schutzbedürftig sind“ sagt Anna Schroeder von Fluchtraum.
Marc Millies vom Flüchtlingsrat betont: „Die Verantwortlichen konterkarieren ihre Bemühungen, Schutzbedürftigen adäquaten Schutz zu bieten. Sollte es noch rechtlichen Klärungsbedarf bei den jungen Menschen geben, ist die dafür vorgesehene Clearingstelle einzubeziehen.“

Sollten Sie Interesse an einer Berichterstattung haben, stehen Ihnen sowohl Pressesprecher von Fluchtraum Bremen e.V. und vom Flüchtlingsrat als auch Jugendliche aus der Unterkunft für Interviews und Rückfragen zur Verfügung.


Fluchtraum Bremen e.V. wird für das Projekt „Beratungscafé  für junge Geflüchtete“  ausgezeichnet.

Am 20.9. fand in der Sparkasse Bremen (Finanzcentrum Am Brill) die Feierstunde für alle Projekte der Stadtteilinitiative „gemeinsam gut!“ statt, die für Bremen Mitte und Süd die Ausschreibung gewonnen hatten. Fluchtraum Bremen e.V.  wurden für das Projekt „Beratungscafé für junge Geflüchtete“ ausgezeichnet. Das Beratungscafé wird in Kooperation mit dem Jugendhaus Buchte durchgeführt. Junge Geflüchtete erhalten dort Unterstützung und Beratung durch ein engagiertes Team von Mitarbeiterinnen von Fluchtraum Bremen e.V., Honorarkräften, ehrenamtlich Engagierten und Studierenden der Universität Bremen. 

Foto: Michael Bahlo – www.michaelbahlo.com

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Beratungscafé für junge Geflüchtete

Fluchtraum bietet ab August 2017 an zwei Tagen ein „Beratungscafé für junge Geflüchtete“ in Kooperation mit dem Jugendhaus Buchte (Buchstraße 14/15) an:

mittwochs und donnerstags, 16.30 – 19.00 Uhr

Junge Geflüchtete bekommen im Beratungscafé Unterstützung und Beratung in Fragen zu Ausbildung und Beruf, Alltagsleben, rechtliche Fragen, Hilfestellung bei Anträgen und Behördenangelegenheiten.

Das Projekt wird gefördert durch die Stadtteilinitiative „gemeinsam gut!“ der Sparkasse Bremen.


Save-the-Date! - Spendengala für die Unterstützung minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge

Fluchtraum Bremen lädt am 26. November 2017 um 19 Uhr zu einer Benefizveranstaltung auf das Theaterschiff in Bremen ein.

Prominente lesen für junge Geflüchtete

Am Sonntag, 26. November 2017 stellen Prominente vor, welches Buch, welche Film zum Thema Flucht/Migration sie bewegt.

Die Gäste erwartet ein abwechslungsreicher Abend auf dem Theaterschiff mit Lesungen, Gesprächen und künstlerischen Darbietungen von jungen Menschen, die in den letzten Jahren nach Bremen geflüchtet sind und bei uns eine neue Heimat gefunden haben.

Die Ankündigung finden Sie hier.


Gemeinsame Erklärung Bremer Bürgerinnen und Bürger gegen Abschiebungen

Pressemitteilung vom 07.04.2017

Flüchtlingsrat Bremen, Fluchtraum Bremen e.V., Flüchtlingsinitiative Bremen e.V., Zuflucht – Ökumenische Ausländerarbeit Bremen e.V., Afghanisch-deutsche Kulturinitiative, Equal-rights-for-all-Bündnis Bremen, Jugendliche ohne Grenzen, Friedensforum Bremen, Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung, Arbeit und Leben e.V.

Am Mittwoch, den 05.04.2017 hat ein breites Bündnis aus den o.g. Bremer Initiativen und Organisationen zu einer Veranstaltung zum Thema „Von wegen sicher – Über die Situation in Afghanistan und Kritik der bundesdeutschen Abschiebepolitik“ eingeladen. Die Veranstaltung stieß auf sehr große Resonanz in Bremen - rund 200 Bremer Bürger und Bürgerinnen folgten der Einladung. Durch die Beiträge der ReferentInnen wurde deutlich, dass die Konstruktion sogenannter sicherer Regionen in Afghanistan durch die Bundesregierung jeglichen Fakten und Informationen über die tatsächliche Sicherheitslage und Entwicklungen vor Ort widerspricht. „Afghanistan dient als Übungsfeld für den Kriegseinsatz der Bundeswehr. Die dramatische Verschlechterung der Sicherheitslage in Afghanistan macht deutlich, dass dieser Kriegseinsatz nicht nur gescheitert ist, sondern dramatische Folgen für die ganze Region mit sich gebracht hat“ so die Referentin Claudia Haydt. So ist die Ausdehnung der Taliban heute größer als vor dem Kriegseintritt der NATO 2001. Ein Eingeständnis dessen würde jedoch eine Neubewertung militärischer Interventionen erfordern. „Jeder afghanische Staatsangehörige, der heute abgeschoben wird, muss als Beweis dafür hinhalten, dass der deutsche Kriegseinsatz erfolgreich war“. Vor diesem Hintergrund sind Abschiebungen mehr als zynisch. Während die Bundesregierung für sich beansprucht, bundesdeutsche Interessen auch militärisch bis zum Hindukusch zu verteidigen, sollen die Folgen und Betroffenen dieser Politik aus dem Sichtfeld verschwinden.

Vor diesem Hintergrund haben die rund 200 Teilnehmenden der Veranstaltung eine gemeinsame öffentliche Erklärung abgegeben: Darin sprechen sie sich klar und deutlich gegen weitere Abschiebungen aus – sei es auf kommunaler, Landes- und Bundesebene. Abschiebungen widersprechen grundlegend jedem humanitären Anspruch und verstoßen gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie das Recht auf ein Leben in Würde und Sicherheit eines und einer jeden.


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