Neue Entwicklungen

Umverteilung

Seit dem 1. November 2015 werden unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – genauso wie Erwachsene - über eine Quotenregelung bundesweit verteilt. Zuvor galt das Prinzip der Unterbringung und Versorgung am Ankunftsort. Da Bremen momentan eine Überzahl an unbegleiteten Geflüchteten aufgenommen hat, werden erstmals 95% der Neuankommenden umverteilt.

Von den ca. 1.300 Jugendlichen, die zwischen November 2015 und Mai 2016 nach Bremen gekommen sind, wurden bis Ende Mai 2016 – 636 Jugendliche umverteilt; weitere 220 wurden volljährig geschätzt oder haben sich der Umverteilung entzogen bzw. warten momentan auf die Umverteilung; In dieser Zeit werden sie nur ambulant versorgt und betreut; sie haben weder eine rechtliche Vertretung, noch einen Schulplatz. Insgesamt 166 Jugendliche können aufgrund von Kinderwohlgefährdung, gesundheitliche Hindernisse oder einer Familienzusammenführung in Bremen bleiben und wurden hier in Obhut genommen.

Weitere Informationen sowie eine Übersicht der Presseerklärungen und Stellungnahmen der relevanten Akteure finden Sie auf der Website des Bundesfachverbands UMF

Debatte zur geschlossenen Unterbringung in Bremen

Die öffentliche Diskussion wird größtenteils beherrscht von der Frage, wie man mit strafffälligen umF umgehen soll: Geschlossene Unterbringung, erleichterte Abschiebung, Strafvollzug. Gleichzeitig sind die Jugendhilfeeinrichtungen voll, umF werden monatelang in Übergangseinrichtungen mehr oder weniger ambulant betreut. Die Möglichkeit psychologische Unterstützung oder Therapien zu bekommen, sind sehr begrenzt. Viele junge Geflüchtete werden viel zu lange ganz alleine gelassen mit ihrer schwierigen Lebenssituation. Aus diesem aktuellen Anlass veröffentlichen wir folgende Pressemitteilung zu den in den Medien berichteten Vorkommnissen über unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Im Juli 2015 fand ein Fachtag zur oben erwähnten Thematik statt. Aus diesem Fachtag ist eine Erklärung entstanden, die von zahlreichen Organisationen, Verbänden und Einzelpersonen unterzeichnet wurde. Hier kann sie nachgelesen werden Bremer Erklärung gegen die geschlossene Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen im Rahmen der Jugendhilfe

Trotz vielseitiger Kritik wurde das Einrichten einer Geschlossenen Unterbringung für Flüchtlinge beschlossen und soll im Sommer 2017 umgesetzt werden.
www.weser-kurier.de/bremen/bremen-politik-wirtschaft_artikel,-Geschlossenes-Heim-bleibt-in-der-Kritik-_arid,1321864.html

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