Schulungsprogramm - Herbst 2018

Anmeldung: unter 0421-8356153 oder an info@fluchtraum-bremen.de. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Kosten: Für Vereinsmitglieder sind die Schulungen kostenlos. Alle anderen werden um eine Spende gebeten.

Wir freuen uns auf spannende Abende mit euch und Ihnen!

Das Fluchtraum -Team

Ich brauche Sicherheit! – Aufenthaltsrechtliche Perspektiven für junge Geflüchtete

Viele junge Geflüchtete leben in Bremen mit einer Duldung, andere haben eine Aufenthaltsgestattung oder eine befristete Aufenthaltserlaubnis. Ein solcher unsicherer Aufenthaltsstatus schränkt die jungen Menschen in vielerlei Hinsicht ein (z.B. Wohnungsmarkt, Sozialleistungen, Reisemöglichkeiten) und erschwert ihre Zukunftsperspektiven. Daher stellt sich die Frage: Wann und wie können eine Aufenthaltserlaubnis, eine unbefristete Niederlassungserlaubnis oder die deutsche Staatsangehörigkeit beantragt werden? Welche Voraussetzungen sind dafür jeweils zu erfüllen? Auf diese Fragen versucht die Schulung Antworten zu geben.

Die Veranstaltung kann von jungen Geflüchteten, ehrenamtlich Engagierten und Professionellen besucht werden. Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Mittwoch, 17.Oktober, 18:00 – 20:30 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, 3. Etage
Referent: Max Gabel (Fluchtraum Bremen e.V.)

Max Gabel berät bei Fluchtraum Bremen e.V. in Fragen zu Asylverfahren, Aufenthalt und sozialen Leistungen.


Loslassen und Anstupsen – junge Geflüchtete auf dem Weg in ein selbstständiges Leben begleiten

Die meisten jungen Geflüchteten in Bremen sind junge Volljährige, die schon wichtige Schritte ins Erwachsenenleben gemacht haben, aber noch in vielerlei Hinsicht im Übergang sind: der Wechsel von Schule in Ausbildung und Arbeit, das Ende der Jugendhilfe, den Alltag in der eigenen Wohnung allein zu managen... Nicht nur für die jungen Menschen, auch für ihre Unterstützer*innen bedeutet das Veränderung. Es gilt einen Spagat zu schaffen: dem Bedürfnis nach Fürsorge nachzukommen und gleichzeitig zur Eigenverantwortung aufzufordern, das Streben nach Autonomie zuzulassen und dennoch Bedenken anzubringen. Wie gehen wir mit dieser Aufgabe um? Was gelingt gut, was fällt schwer?
Die Veranstaltung lädt ein, das eigene Handeln und Verhalten zu reflektieren. Nach einem kurzen theoretischen Input wird es einen angeleiteten fachlich-kollegialen Austausch geben. Es ist ausdrücklich erwünscht persönliche Erfahrungen und Fallbeispiele einzubringen.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an ehrenamtlich Engagierte, aber auch Fachkräfte sind eingeladen.

Donnerstag, 25. Oktober, 18:00 – 21:00 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, 3. Etage
Referentin: Katrin Lange

Katrin Lange arbeitet als Psychologin seit 2013 mit unbegleiteten jungen Geflüchteten.

Wie umgehen mit Rechtspopulismus? – Stark machen gegen Stammtischparolen und rechte Hetze

Zweiteiliger Workshop

Gerade Freiwillige, die sich für geflüchtete Menschen engagieren, sehen sich im Alltag immer häufiger mit rechten Parolen und Anfeindungen konfrontiert. Ob beim Friseur oder auf Familienfeiern, viele müssen sich für ihr Engagement rechtfertigen. Nicht nur in Chemnitz, auch in Bremen ist zu spüren: In der Öffentlichkeit nehmen Stammtischparolen, fremdenfeindliche Aussagen und rechte Hetze zu.

Der Workshop soll einen moderierten Austausch sowie eine Plattform zur Entwicklung neuer Strategien im Umgang mit rechter Hetze bieten. Es werden erlebte Anfeindungen und gehörte Parolen thematisiert, eigene Handlungsmuster reflektiert und neue Handlungsmöglichkeiten entwickelt.

Donnerstag, 15. November 18:00 – 21:00 Uhr
Donnerstag, 22. November 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: Fluchtraum Bremen e.V., Berckstraße 27 in Bremen-Horn
Referent*in: pro aktiv gegen rechts / VAJA e. V.

Die Beratungsstelle pro aktiv gegen rechts informiert und berät zu den Themenfeldern Rechtsextremismus, Antisemitismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Wege in Ausbildung und Arbeit – Bremer Anlaufstellen für junge Geflüchtete stellen sich vor

Anlaufstellen zum Thema gibt es viele in Bremen. Aber wer ist für wen zuständig? Welche Angebote und Unterstützung kann man bei welcher Institution bekommen – oder eben auch nicht? Wie läuft die Kontaktaufnahme? Die Veranstaltung möchte die zum Teil unübersichtliche und hürdenvolle Beratungslandschaft darstellen und über das Kennenlernen von Gesichtern und Namen hinter den Institutionen den Weg dorthin zu erleichtern.
 
Nach einem kurzen gemeinsamen Einstieg in den Abend, können sich die Teilnehmenden selbst den für sie interessanten Infotischen der Institutionen zuordnen und in Kleingruppen mit diesen ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltung kann von jungen Geflüchteten, ehrenamtlich Engagierten und Professionellen besucht werden. Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Dienstag, 27. November, 18:00 – 20:30 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, 3. Etage