Schulungen Herbst 2020

für Freiwillige und Fachkräfte, die junge Geflüchtete begleiten

Schulungen

Einfache Sprache im Kontakt mit jungen Geflüchteten

Kann Sprache „einfach“ sein? Wie können wir die Kommunikation so gestalten, dass junge Menschen mit Fluchterfahrung uns verstehen? Wie bekommen wir die oft schwierige Balance von fachlicher Information („Wie stelle ich einen Wohngeldantrag?“) und Verständlichkeit hin? Diese Fragen werden in der Schulung aufgegriffen und anhand praktischer Übungen vertieft. 

Termin: Dienstag, 20.10.2020, 18:00 – 19:30 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 3. Etage
Referentin: Elvira Tinis

Elvira Tinis ist Projektmitarbeiterin beim RKW Bremen in der Servicestelle Deutsch am Arbeitsplatz. Immer mehr Betriebe haben Beschäftigte aus verschiedensten Herkunftsländern. Der unterschiedliche Stand bei der Sprache kann dabei zu Schwierigkeiten führen. Frau Tinis berät Unternehmen dabei sich dieser Herausforderung zu stellen.

Von der Aussetzung der Abschiebung (=Duldung) zur aufenthaltsrechtlichen Perspektive

Viele junge Geflüchtete in Bremen haben eine Duldung. Eine Duldung heißt immer, dass die Abschiebung für eine bestimmte Zeit ausgesetzt ist. Die Duldung bietet dabei nur so lange Sicherheit, wie auch Gründe für die Aussetzung der Abschiebung vorliegen. Gründe für eine Duldung gibt es viele verschiedene und diese können z.B. vom Alter, von Krankheiten oder der Ausbildungssituation abhängen. In der Schulung werden die rechtlichen Grundlagen für eine Duldungserteilung erklärt und mögliche Wege von der Duldung zu einer Aufenthaltserlaubnis betrachtet.

Termin: Montag, 02.11.2020 18:00 – 19:30 Uhr
Ort: Berckstraße 27, Saal der Norddeutschen Mission  
Referent: Max Gabel

Max Gabel berät bei Fluchtraum Bremen e.V. in Fragen zu Asylverfahren, Aufenthalt und sozialen Leistungen.

Wie werde ich gesehen, wie wirst du gesehen? Diversität in der Begleitung von jungen Geflüchteten

Die Chancen, das eigene Leben zu gestalten, hängen nicht nur von persönlichen Fähigkeiten ab. Alter, Geschlecht/Gender, finanzielle Möglichkeiten, sozialer Status, Religion oder Ethnie/race* spielen eine wichtige Rolle. Diese beeinflussen, wie Menschen gesehen und behandelt werden: So erleben Ehrenamtliche in der Begleitung von jungen Geflüchteten oft Benachteiligungen auf dem Wohnungsmarkt oder auch Diskriminierungen in der Öffentlichkeit.

Die Schulung macht zunächst die eigene Position bewusst und sensibilisiert für gesellschaftliche Zusammenhänge. Es geht häufig um Privilegien und strukturelle Benachteiligungen. Anhand von Reflexionsfragen wird deutlich, wie das die Beziehungsgestaltung beeinflusst. Abschließend werden Möglichkeiten entwickelt, eingefahrene Verhaltensmuster zu unterbrechen. 

Die Schulung eignet sich insbesondere für Menschen, die anfangen möchten sich mit Themen wie Diskriminierung/Privilegien, Diversität und gesellschaftlichen Positionierungen auseinanderzusetzen.

*hiermit ist gemeint: sehen mich andere Menschen als weiß oder als Person of Colour

Termin: Mittwoch, 11.11.2020, 17:00 – 20:00 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 3. Etage 
Referentinnen: Insa Bertram und Emilia Erber

Insa Bertram arbeitet bei Fluchtraum Bremen e.V. mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung und mit Freiwilligen. Sie ist Trainerin für interkulturelle Kompetenz und beschäftigt sich seit 2013 mit diversitätssensibler Pädagogik.

Emilia Erber studiert momentan in Oldenburg die Fächer ‚Pädagogik’ und ‚Gender Studies’ und beschäftigt sich in diesem Kontext viel mit Migration, Bildung und Rassismuskritik. Vor ihrem Studium hat sie in Antwerpen in einem Zentrum für geflüchtete Frauen und ihre Kinder – und auch mit jugendlichen Geflüchteten gearbeitet.

Meine Rechte in der Jugendhilfe – Jugendliche und junge Erwachsene stärken

Manchmal läuft es in der Jugendhilfe nicht ganz glatt. Welche Rechte haben Jugendliche in der Jugendhilfe? Was können junge Geflüchtete tun, wenn sie sich in Hilfeplangesprächen nicht gehört fühlen oder einen Konflikt mit Betreuer*innen haben? Welche Möglichkeiten gibt es, sich für die eigenen Rechte stark zu machen? An wen können sich junge Menschen wenden, wenn Entscheidungen getroffen werden und sie sich übergangen fühlen? Und wer entscheidet eigentlich, wann die Jugendhilfe endet und ob der junge Erwachsene noch Unterstützung braucht? 

Auf diese Fragen geht die Referentin ein und gibt Tipps aus der Beratungspraxis, wie junge Geflüchtete – und ihre ehrenamtlichen Unterstützer*innen – sich für ihre Rechte in der Jugendhilfe einsetzen können.

Termin: Dienstag, 17.11.2020 18:00 - 20:30 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 3. Etage 
Referentin: Christine Krohne 

Christine Krohne berät beim Bremer Beratungsbüro für Erziehungshilfen (BeBeE) Kinder, Jugendliche und deren Familien zu Leistungsansprüchen aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und bei Konflikten mit Jugendhilfeträgern oder dem Jugendamt.

Anmeldung

Anmeldung: 0421-8356153 oder per Mail an info@fluchtraum-bremen.de
Wir bitten um Anmeldung, denn die Teilnehmerzahl ist auf 17 begrenzt.

Kosten: Für Vereinsmitglieder sind die Schulungen kostenlos.
Alle anderen bitten wir um eine Spende nach Selbsteinschätzung.

Covid-19: Es kann bedingt durch die Covid-19 Pandemie zu kurzfristigen Änderungen im Programmplan oder der Teilnehmenden Zahl kommen. Wir bitten euch daher auch kurz vor der Veranstaltung eure E-Mails zu überprüfen.

Wir freuen uns auf spannende Abende mit Euch und Ihnen!

Das Fluchtraum-Team

 

Hier gibt es das Schulungsprogramm als Pdf

 

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