Spot on Democracy

Ein Projekt zum Thema Demokratie für junge Menschen mit Fluchterfahrung

Was ist das Projekt Spot on Democracy?

Logo Spot on DemocracyDas Projekt „Spot on Democracy“ hat im März 2020 angefangen und dauert 3 Jahre (März 2020 bis Dezember 2022).
Wir arbeiten im Projekt mit dem „Bremer Jugendring“ und dem Verein „Flüchtling für Flüchtling e.V.“ zusammen.

Bei „Spot on Democracy“ denken wir gemeinsam über Demokratie nach.

Wir stellen uns Fragen zur Demokratie. Wie funktioniert Demokratie?

Wir besuchen Einrichtungen und fragen andere nach ihren Erfahrungen mit Demokratie.
Im Projekt gibt es verschiedene Aktivitäten für junge Geflüchtete in Bremen:

  • Wir machen zusammen Ausflüge und besuchen andere Vereine, Einrichtungen, Initiativen.
  • Es gibt Workshops zu verschiedenen Themen.
  • Wir sprechen mit Politikern.
  • Wir berichten über unsere Ergebnisse und Erfahrungen. Wir machen z.B. „Road Shows“ und zeigen an einem öffentlichen Ort in Bremen (z.B. auf dem Markplatz) Bilder und Filme.

Alle Aktivitäten planen wir gemeinsam mit jungen Geflüchteten.

Die Ziele im Projekt „Spot on Democracy“ sind:

  • mehr über Demokratie lernen
  • mit anderen über Demokratie diskutieren
  • kennenlernen, wo du in Bremen als Freiwilliger mitmachen kannst
    zum Beispiel in Vereinen, Gruppen oder Organisationen

Wir arbeiten mit dem Bremer Jugendring und Flüchtling für Flüchtling e.V. schon seit 2018 zusammen.
Im März 2019 haben wir zusammen eine Veranstaltung gemacht.
Das Thema war: „No pressure-Bildung für alle“.
Im Mai 2019 haben wir zusammen das Fasten-Brechen gefeiert.
In 2020 wollen wir eine Veranstaltung zum Thema „Menschenrecht Wohnen“ machen.

Flyer "Spot on Democracy" VorderseiteDu willst mitmachen? Du hast Fragen?

Schreib ein E-Mail oder WhatsApp an Insa!

Flyer "Spot on Democracy" RückseiteDu kannst Insa auch anrufen!

bertram@fluchtraum-bremen.de

Telefon/SMS/WhatsApp: 0170 9868818

 

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„Spot on Democracy“ wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.

Hier kannst du lesen, was wir im Projekt schon gemacht haben

3. Demokratie-Ausflug zum Thema Klimaschutz
Treffen mit „Fridays for Future“ am 07.12.2020

Online Treffen mit Fridays for FutureDie Teilnehmer im Projekt haben sich das Thema „Klimaschutz“ gewünscht.

Am 07.12.2020 haben wir uns mit Frederike und Konstantin von „Fridays for Future“ getroffen. Das Treffen haben wir online gemacht. Dafür haben wir ein Jitsi-Meeting benutzt.

Die Technik hat gut funktioniert, nur manchmal hat es kleine Probleme gegeben. Aber es konnten alle bei dem Treffen mitmachen.

Frederike hat uns etwas über den Klimawandel und die Erderwärmung erklärt. Danach hat sie uns erzählt, wie „Fridays for Future“ angefangen haben und wie sich die Gruppe in Bremen organisiert. Wegen Corona macht „Fridays for Future“ viele Aktionen online oder mit Plakaten. Wir haben auch Fragen an Frederike und Konstantin gestellt.

Wir haben uns neu verabredet und wollen uns in 2021 noch einmal treffen.

Comic-Workshop am 16. und 30.11.2020

Flyer und Foto vom Comicworkshop

Am 16.11 und am 30.11 fand, unter strengen Hygienereglungen, unser Comicworkshop im Creative Hub in Bremen statt. Der Comiczeichner und Künstler Jeff Hemmer führte uns 2x4 Stunden in die Grundkenntnisse des Comiczeichnens ein. Nach einigen kurzen Kreativübungen wie blind versuchen sich selbst oder einen Baum zu zeichnen, zeigte Jeff uns, wie leicht man bereits in wenigen Schritten seinen oder ihren ersten Comic zeichnen kann.

Corona-ComicEs wurde viel gelacht, wild gezeichnet und interpretiert. Ist das jetzt nur ein Kreis, ist es schon ein Ball oder vielleicht sogar ein Virus?

Am ersten Abend war außerdem der Weser Kurier zu Gast, sprach mit den Hauptamtlichen Ribanna und Insa, aber auch dem Künstler Jeff über die Veranstaltung und „Spot on Democracy“ allgemein. Wir freuen uns, dass so demnächst im Weser Kurier auf uns aufmerksam gemacht wird. Haltet die Augen offen!

Im Anschluss beschäftigten wir uns mit der Frage „Was will ich in der Welt verändern“ oder „Wie würde eine bessere Welt aussehen?“ Die Teilnehmer*innen brachten hier erstaunlich schnell Kunstwerke zu Tage und setzten sich mit den Themen Klimaschutz, Krieg oder Diskriminierung gegenüber Trägerinnen* eines Kopftuchs auseinander.

Comic

Nach zwei gelungenen Abenden verabschiedeten wir viele zufriedene Gesichter nach Hause. Wir möchten uns an dieser Stelle auch nochmal ganz herzlich bei Jeff Hemmer für die gelungene Einführung in das Comiczeichnen bedanken!

Bericht im Weser Kurier

 

Am 18.12.2020 gab es einen Bericht im Weser-Kurier über den Comic-Workshop.

Er ist hier online zu lesen.

 

Meine Erfahrungen im Bremertreff - ein Erfahrungsbericht

Im Projekt Spot On Democracy haben wir uns im September und Oktober mit dem Thema Engagement für wohnungslose und obdachlose Menschen beschäftigt. Einer der Projektteilnehmer, Aziz, hat dabei über Spot On Democracy den Bremer Treff kennengelernt. Der Bremer Treff ist ein Verein, der sich für wohnungslose- und obdachlose Menschen engagiert. Im Bremer Treff bekommen sie ein Abendessen und haben die Möglichkeit, ihre Wäsche zu waschen oder zu duschen. Im Bremer Treff engagieren sich auch viele Freiwillige. Auch Aziz hat inzwischen schon einige Schichten als Freiwilliger im Bremer Treff übernommen.

Hier berichtet er von seinen Erfahrungen:

Aziz"Der Bremer Treff war ein schönes Erlebnis in meinem Leben. Dort habe ich nette Menschen kennengelernt. Er wurde sorgfältig organisiert. Der Bremer Treff ist ein Ort, wo sich viele Menschen treffen, essen und uns kennenlernen können . Ich habe mich da freiwillig mit anderen ehrenamtlichen Mithilfer*innen engagiert.

Die Zusammenarbeit war mit dem Arbeitsteam ausgezeichnet und wir haben uns sehr gut verstanden. Unsere Aufgaben waren die Bedienung der Gäste, die Ausgabe vom Essen und Getränken, das Aufräumen der Tische und Stühle und wir haben auch das Essen an den Tisch gebracht, die Getränke am Tresen ausgeschenkt , die Gäste an der Kasse empfangen und den die Tische zugewiesen.

Die Gäste könnten mit der Anmeldung wegen Anmeldungsbeschränkung während der Corona-Pandemie reinkommen. Das Essen sollten sie kaufen oder mit dem so genannt Bremertreffs Taler oder dem Gutschein bezahlt bekommen aber man könnte auch umsonst die Suppe und Tee kriegen. In bestimmten Kirchen kann man sich einen Taler oder einen Gutschein abholen. Ich habe mich sehr gefreut, dort zu arbeiten und fand besonders die Arbeit an der Kasse sehr spannend."

Um noch mehr über das Thema wohnungslose und obdachlose Menschen in Bremen zu erfahren, haben wir von Spot On Democracy aus außerdem am 21.10. an einer Stadtführung unter dem Motto "Perspektivwechsel" teilgenommen. Ehrenamtliche von der Zeitschrift der Straße zeigten uns wichtige Orte und berichteten von verschiedensten Themen rund um Wohnungsnot, Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit in Bremen. Wir konnten alle Fragen stellen und können die Tour nur weiterempfehlen.

Bericht vom 4. offenen Treffen am 23.09. und vom Grundrechte Workshop am 30.09.2020

Beim „Spot On“-Treffen am 23.09. berichteten zwei der Projektteilnehmenden von ihren ersten Schichten, die sie als Freiwillige im „Bremer Treff“ übernommen haben. Den Bremer Treff lernten wir während unserer zweiten „Demokratie-Exkursion“ im Projekt kennen. Das Ziel: junge Menschen lernen Gruppen und Orte kennen, an denen sie sich sozial, kulturell oder politisch engagieren können und bekommen so die Möglichkeit die Bremer Zivilgesellschaft aktiv mitzugestalten. Das Thema Engagement für wohnungslose Menschen wünschten sich die Teilnehmenden selbst und so ist es nicht überraschend, dass einige mit dem Bremer Treff bereits einen Ort gefunden haben, an dem sie sich freiwillig engagieren und einbringen möchten.

Bevor wir ab dem 28.10. in die dritte Demokratie-Exkursion „Engagement für Umwelt- und Klimaschutz“ starten, widmen wir uns im Projekt einem Zwischenthema, nämlich „Grundrechten in Deutschland“. Am 30.09. fand ein Workshop zu diesem Thema mit Lisa Peyer von der Landeszentrale für Politische Bildung statt.

Fotos vom Workshop über Grundrechte

Spot on Democracy im Interview: Vermitteln, warum Demokratie wichtig ist

Eine Hand schreibt auf einer ModerationskarteDemokratie ist ein wertvolles Gut. Um daran zu erinnern – und um zu zeigen, dass diese Staatsform nicht selbstverständlich ist, sondern deren Grundsätze immer wieder neu gefördert und gelebt werden müssen, ist der 15. September von den Vereinten Nationen zum Tag der Demokratie erklärt worden. Auch das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderte Projekt "Spot on democracy" des Bremer Jugendrings setzt sich für Demokratie und Demokratiebildung ein. Katharina Teiser vom Projektteam spricht im BAMF-Interview über die Bedeutung von demokratischen Werten in der heutigen Zeit – und wie sie diese jungen Menschen mit Migrationserfahrung näherbringt.

Hier das ganze Interview lesen

Bericht vom 3. offenen Treffen im Projekt "Spot on Democracy" am 24.08.2020

Am Montag, den 24.08. sind wir, also Fluchtraum e.V., der Bremer Jugendring, Flüchtling für Flüchtling e.V. und einige Interessierte, im Kontext unseres Projektes „Spot on Democracy“ im Bundeswehrhochhaus in der Falkenstraße zusammengekommen. In der ersten Hälfte des Abends ging es noch einmal um unsere Treffen mit den parteilichen Jugendorganisationen „Jusos“ und „Solid“. In Kleinstgruppen haben wir uns zunächst die Interviews angeschaut und sie dann mit der gesamten Gruppe anhand einiger Leitfragen im Gespräch reflektiert, was vielen von uns einiges an neuen Erkenntnisse über parteiliche Jugendorganisationen brachte. So ist beispielsweise die deutsche Staatsangehörigkeit kein Kriterium für einen Beitritt bei „Solid“ oder bei den „Jusos“. Gut zu wissen!

Im zweiten Teil des Abends ging es dann, wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, um unser neues Thema: das Engagement für wohnungslose bzw. obdachlose Menschen.

Christian Claus vom Verein für Innere Mission Bremen hat uns anhand der Beispiele der „Zeitschrift der Straße“ und des „Bremer Treffs“ aufgezeigt, welche Angebote es in Bremen für wohnungslose/obdachlose Menschen gibt und wie man sich in diesen Projekten ehrenamtlich engagieren kann. Zusätzlich zur Vorstellung der Projekte hat Christian Claus auch einiges an Infomaterialen mitgebracht und uns das Angebot gemacht, außerhalb der Öffnungszeiten beim „Bremer Treff“ vorbeizuschauen und die dortigen Räumlichkeiten gezeigt zu bekommen. Sein Angebot stieß bei vielen Teilnehmenden auf großes Interesse und so haben wir dem „Bremer Treff“ am Montag (31.08.) einen Besuch abgestattet, konnten uns ein Bild von seinen Räumlichkeiten machen und einige Interessierte haben sich sogar für ein baldiges „Probearbeiten“ einplanen lassen. Ein runder Nachmittag also. Vielen Dank dafür!

3. Treffen im Projekt Spot on Democracy

Spot On Democracy trifft Jugendorganisationen von Bremer Parteien – am 11.08.2020 Solid

Ein Bericht von Luca
Am 11.08. waren wir vom Fluchtraum e.V., der Bremer Jugendring und Flüchtling für Flüchtling im Rahmen des Projekts „Spot on Democracy“ mit Interessierten bei Solid. Solid ist ein politischer Jugendverband und steht der Partei „Die Linke“ sehr nahe und wird von dieser unterstützt.

Als wir gegen 18:30 Uhr bei der wöchentlichen Versammlung von Solid ankamen, erwartete uns ein total offener Jugendlicher im Büro direkt im Bremer Viertel. Leider war er an diesem Abend auch das einzige Mitglied von Solid und so konnten wir keine „richtige“ Versammlung mitverfolgen. Dennoch hat er uns sehr viel über die Arbeit, Werte und Ziele von Solid berichtet, wie zum Beispiel Antifaschismus, Feminismus und demokratischer Sozialismus. Als sich jeder aus unserer Gruppe zu Beginn vorstellte wurde recht schnell klar, dass alle Interessierten aus dem Projekt Spot On Democracy sehr ähnliche Wunschvorstellungen an die Politik besaßen. Sei es weniger Populismus oder Ausgrenzung, mehr Bildung oder eine autofreie Bremer Innenstadt.

Während der Vorstellung von Solid wurde deutlich, dass sich der Verband viel in Bremen engagiert und versucht politische Arbeit zu leisten, die jedem zugänglich ist und alle miteinbeziehen soll. Besonders legte das Mitglied von Solid Wert auf die Unabhängigkeit von der Partei „Die Linke“, man lebe in einem regen Diskurs und es steht Solid offen die Partei in bestimmten Fällen zu kritisieren oder die eigene Meinung kundzutun. Natürlich blieben auch die stadtbekannten Solid-Sticker nicht unerwähnt.

Zum Abschluss konnte unsere Gruppe noch Frage stellen und der Abend wurde in lockeren Gesprächen ausgeklungen gelassen. Es war ein sehr netter, offener und informativer Abend und alle Interessierten sind bei Solid für weitere Sitzungen willkommen.

Bericht vom ersten offenen Treffen im Projekt „Spot on Democracy“ am 17.06.2020

Am 17.06. fand in den Räumen des Creative Hub (ehemaliges Bundeswehrhochhaus) das erste offene Treffen im Projekt "Spot on Democracy", das wir in Kooperation mit dem Bremer Jugendring und Flüchtling für Flüchtling e.V. durchführen, statt.

Nachdem wir uns in der Vorstellungsrunde und dem Spiel “Cola oder Ayran” bereits ein bisschen besser kennengelernt haben, ging es in einem stummen Gespräch um Fragen wie: was verbindest du mit Politik? Was bedeutet für dich Demokratie? Und auch darum, wie die Teilnehmer*innen die Corona-Pandemie und den partiellen Lockdown erlebt haben und mit welchen Erwartungen sie in den Abend gehen. Anschließend suchte sich jede*r im Raum ein Statement von einer Partei aus Bremen aus, dem er oder sie besonders zustimmte. In Kleingruppen diskutierten wir diese Statements und bereiteten erste Fragen vor, die wir Jugendgruppen von Parteien in Interviews stellen möchten.

In der nächsten Phase des Projekts möchten wir in Kleingruppen diese Jugendorganisationen von Parteien in Bremen treffen, und anschließend zusammenzukommen zu einem

nächsten großen Treffen am Mittwoch, den 15.07. um 19 Uhr.

1. Treffen Spot on Democracy
Ein Einstieg ins Projekt ist laufend möglich.
Bei Fragen wendet euch gerne an Insa (bertram@fluchtraum-bremen.de).