Mentor*in für junge Geflüchtete

Welche Aufgaben hat ein/e Mentor*in?

Als Mentor*in sind Sie persönliche Ansprechpartner*in für den oder die Jugendliche, unterstützen ihn oder sie im Alltag, geben Stabilität und vermitteln ein Willkommensgefühl. Die konkrete Gestaltung der Beziehung zwischen Mentor*in und Jugendlicher/m hängt von den persönlichen Interessen, Bedürfnissen und Möglichkeiten beider ab. 

Der Vermittlungsprozess /Matching

Wir vermitteln Sie nach einem Informations- und Kennenlerngespräch mit uns an einen jugen Menschen mit Fluchterfahrung zwischen 16 und 21 Jahren.  Auch mit den jungen Geflüchteten führen wir persönlich Informations- und Kennenlerngespräche, bevor wir sie auf unsere Warteliste für eine Mentorenschaft aufnehmen.

Mentor*innen…

•    hören zu, beraten, zeigen Verständnis
•    unterstützen bei Hausaufgaben oder beim Deutschlernen
•    kochen gemeinsam
•    machen zusammen Ausflüge
•    helfen bei der Ausbildungs- oder Wohnungssuche
•    öffnen ihre eigenen Netzwerke (Freunde, Familie, Hobbies)
•    halten Kontakt zu Betreuer*innen aus der Wohngruppe


Mentor*innen haben keine Pflichten und keine Entscheidungsbefugnis. Alle Rechte liegen bei der Amtsvormundschaft und beim Casemanagement/Jugendamt. Mentor*innen haben keinen Anspruch, persönliche Informationen über den Jugendlichen zu bekommen (bei Behörden, Schule, Arztpraxen, Betreuer*innen etc.). 

Unsere Empfehlungen

•    Wichtig und hilfreich ist ein guter und regelmäßiger Kontakt zu den Betreuer*innen der Jugendhilfeträger. Sie sehen die Jugendlichen täglich oder wöchentlich und bekommen mit, wie es ihnen geht und was gerade ansteht (Migrationsamt, Schule, Gesundheit etc.).
•    Hilfreich kann auch der Kontakt zum/zur Casemanager*in sein und bei Minderjährigen zum/zur Amtsvormund*in sein.

Wenn Sie Mentor*in werden möchten, brauchen wir von Ihnen

•    Ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis (Sie werden von den Kosten befreit!)
•    Ihre Bereitschaft, an Informations- und Beratungsgesprächen und unseren Austauschtreffen teilzunehmen
•    Ihre Bereitschaft, unsere Schulungen zu besuchen (Qualifizierung mit ca. 4-5 Seminaren)

Wir melden die bei uns engagierten Mentor*innen von Minderjährigen bei der zuständigen Koordinationsstelle beim Amt für soziale Dienste.

Eine Mentorenschaft kann - wenn beide das wünschen und der/die Jugendliche noch minderjährig ist - in eine ehrenamtliche Einzelvormundschaft übergehen. Erfahrungsgemäß kennen sich Mentor*in und Jugendlicher einige Wochen bzw. Monate, bis die Beziehung sich so entwickelt hat, dass beide sich eine Vormundschaft wünschen. 

Zusammengefasst finden Sie viele Informationen rund um ein Engagement als Mentor oder Mentorin in unserem Reader.

So gestaltet sich die Begleitung durch Fluchtraum Bremen e.V. während der Mentorenschaft oder Vormundschaft.