Schulungen Frühjahr 2020

für Engagierte, Interessierte und Fachkräfte

 

Wie werde ich gesehen, wie wirst du gesehen? Diversität in der Begleitung von jungen Geflüchteten

Die Chancen, das eigene Leben zu gestalten, hängen nicht nur von persönlichen Fähigkeiten ab. Alter, Geschlecht/Gender, finanzielle Möglichkeiten, sozialer Status, Religion oder Ethnie/race* spielen eine wichtige Rolle. Diese beeinflussen, wie Menschen gesehen und behandelt werden: So erleben Ehrenamtliche in der Begleitung von jungen Geflüchteten oft Benachteiligungen auf dem Wohnungsmarkt oder auch Diskriminierungen in der Öffentlichkeit.
Die Schulung macht zunächst die eigene Position bewusst und sensibilisiert für gesellschaftliche Zusammenhänge. Es geht häufig um Privilegien und strukturelle Benachteiligungen. Anhand von Reflexionsfragen wird deutlich, wie das die Beziehungsgestaltung beeinflusst. Abschließend werden Möglichkeiten entwickelt, eingefahrene Verhaltensmuster zu unterbrechen. Die Weiterbildung eignet sich insbesondere für Menschen, die anfangen möchten sich mit Themen wie Diskriminierung/Privilegien, Diversität und gesellschaftlichen Positionierungen auseinanderzusetzen.

*hiermit ist gemeint: sehen mich andere Menschen als weiß oder als Person of Colour

Mittwoch, 18. März 2020, 17:15-19:45 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 3. Etage
Referentin: Insa Bertram

Insa Bertram arbeitet bei Fluchtraum Bremen e.V. mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung und mit Freiwilligen. Sie ist Trainerin für interkulturelle Kompetenz und beschäftigt sich seit 2013 mit diversitätssensibler Pädagogik.

Meine Rechte in der Jugendhilfe – Jugendliche und junge Erwachsene stärken

Manchmal läuft es in der Jugendhilfe nicht ganz glatt. Welche Rechte haben Jugendliche in der Jugendhilfe? Was können junge Geflüchtete tun, wenn sie sich in Hilfeplangespräche nicht gehört fühlen oder einen Konflikt mit Betreuern haben? Welche Möglichkeiten gibt es, sich für die eigenen Rechte stark zu machen? An wen können sich junge Menschen wenden, wenn Entscheidungen getroffen werden und sie sich übergangen fühlen? Und wer entscheidet eigentlich, wann die Jugendhilfe endet und ob der junge Erwachsene noch Unterstützung braucht?
Auf diese Fragen geht die Referentin ein und gibt Tipps aus der Beratungspraxis, wie junge Geflüchtete – und ihre ehrenamtlichen Unterstützer*innen – sich für ihre Rechte in der Jugendhilfe einsetzen können.

Dienstag, 24. März 2020, 17:15-19:45 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 3. Etage
Referentin: Christine Krohne

Christine Krohne berät beim Bremer Beratungsbüro für Erziehungshilfen (BeBeE) Kinder, Jugendliche und deren Familien zu Leistungsansprüchen aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und bei Konflikten mit Jugendhilfeträgern oder dem Jugendamt.

Schule - Ausbildung - Beruf? Junge Geflüchtete im Übergang

Der Übergang Schule-Ausbildung-Arbeit ist eines der wichtigsten Themen in der Arbeit mit jungen Geflüchteten. Meistens ist der Ausbildungsweg dabei der bevorzugte Weg zur Der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf ist für viele junge Geflüchtete oft stark herausfordernd. Ein sicherer und nachhaltiger Weg in und durch die Ausbildung führt meist über Praktika, Maßnahmen und eine Einstiegsqualifizierung.  Doch wer Zugang zu welchen Maßnahmen hat und welche Fördermöglichkeiten für jemanden in Frage kommen, ist dabei auch von aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen abhängig, die sich im Sommer 2019 durch das neue „Migrationspaket“ zum Teil geändert haben.  Auch in der Frage der Aufenthaltsperspektive ist genaues Hinsehen immer wichtig. Die Ausbildungsduldung ist für Geduldete eine gute Möglichkeit, langfristig einen festen Aufenthalt zu bekommen. Aber es müssen viele Details beachtet und Fehler vermieden werden.
Die Schulung gibt einen Überblick über die aktuelle Gesetzeslage und die verschiedenen Möglichkeiten, die es für junge Geflüchtete nach der Schule gibt. Auch die zuständigen Stellen in Bremen werden vorgestellt. Nach der Präsentation gibt es ausreichend Zeit für Fragen.

Donnerstag, 7. Mai 2020, 17:15-19:45 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 3. Etage
Referent: Markus Saxinger  

Markus Saxinger leitet das Bremer und Bremerhavener IntegrationsNetz (bin). bin unterstützt im Land Bremen lebende geflüchtete Menschen bei ihrer Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration. 

Im Behördendschungel – Soziale Leistungen nach Beendigung der Jugendhilfe

Mit dem Ende der Jugendhilfe ist oft der Übergang in andere Sozialleistungssysteme (z.B. beim Sozialamt oder Jobcenter) verbunden. Dies gelingt leider nicht immer reibungslos. In der Schulung wird daher der Fokus auf die Beendigung der Jugendhilfe und damit einhergehende Veränderungen der sozialen Absicherung gelegt. Dabei hängt vom Aufenthaltsstatus ab, ob das Jobcenter oder das Amt für Soziale Dienste für die Leistungsgewährung zuständig ist.
Die Schulung gibt praxisorientierte Informationen zur Antragsstellung, benennt typische Fehler und Stolpersteine im Antragsverfahren und Umgang mit den Leistungsträgern, und klärt über vorrangige Sozialleistungen (wie Kindergeld, BAföG oder BAB) und die Anrechnung von Einkommen auf.

Dienstag, 12. Mai 2020, 17:15-19:45 Uhr
Ort: Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, 3. Etage
Referent: Max Gabel 

Max Gabel berät bei Fluchtraum Bremen e.V. in Fragen zu Asylverfahren, Aufenthalt und sozialen Leistungen.

Anmeldung

0421-8356153 oder per Mail an info@fluchtraum-bremen.de
Wir bitten um Anmeldung, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Kosten: Für Vereinsmitglieder sind die Schulungen kostenlos. Alle anderen bitten wir um eine Spende nach Selbsteinschätzung.

Wir freuen uns auf spannende Abende mit euch und Ihnen!

Das Fluchtraum-Team

 
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